100 Wirtschaftsverbände fordern Kurswechsel von Schwarz-Rot

Wirtschaft fordert Kurswechsel:100 Verbände erhöhen Druck auf Schwarz-Rot

Britta Buchholz

von Britta Buchholz

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100 Wirtschaftsverbände sind enttäuscht vom Zwischenstand der Koalitionsverhandlungen. Sie fordern Strukturreformen und niedrigere Steuern. Fehlt Schwarz-Rot der große Wurf?

CDU-Parteizentrale Berlin

In Berlin gehen die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD weiter. Uneinigkeit besteht vor allem noch bei der Finanzpolitik.

01.04.2025 | 1:41 min

Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht, so viel ist klar. Deutschland steckt in der Rezession. Im Wahlkampf war ein erklärtes Ziel von allen Parteien, das zu ändern. Die Union versprach eine Wirtschaftswende, die SPD ein Konjunkturprogramm.

Was bisher im schwarz-roten Sondierungspapier steht, sei aber weit von einem großen Wurf entfernt, kritisieren 100 Vertreter der Wirtschaft in einem gemeinsamen Papier. Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer, sagt:

Wir brauchen nicht mehr Geld, sondern in erster Linie neue Strukturen.

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer

Statement vor dem Treffen der Hauptverhandlungsgruppe im Willy-Brandt-Haus

Die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD gehen in die wohl entscheidende Phase: In der Hauptverhandlungsrunde mit den Parteichefs sind noch viele offene Fragen zu klären.

28.03.2025 | 2:21 min

Schlechtes Zeugnis für Schwarz-Rot

Fehlt der große Wurf? Es wurde ein Kurswechsel versprochen, doch den sieht die Wirtschaft nicht. Die 100 Verbände schreiben gemeinsam: "In den vergangenen Wochen hat sich die wirtschaftliche Lage dramatisch zugespitzt, doch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen zeigen sich von diesen Entwicklungen scheinbar unbeeindruckt."

Die bisher bekanntgewordenen Ergebnisse seien "unzureichend", in vielen Bereichen würden "die wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen" ignoriert. Deutliche Kritik an den Verhandlern.

Donald Trump vor Flaggen der USA und der EU. Archivbild

Donald Trump setzt seit seiner Amtseinführung konsequent um, was er zuvor angekündigt hat: weniger Geld für Nato und Ukraine, weniger Unterstützung Europas und hohe Strafzölle.

30.03.2025 | 4:01 min

Wirtschaft fürchtet Trumps Zölle

Gleichzeitig zittern viele deutsche Unternehmen vor dem sogenannten Tag der Befreiung von US-Präsident Donald Trump. Es drohen noch mehr Zölle. Die sowieso schon durch Zölle auf Autos betroffene Autoindustrie fürchtet radikale Schritte - und die angedeuteten Vergeltungsmaßnahmen der EU machen die Lage nicht besser. Handelsstreits haben selten einen Gewinner.

Wenn es so kommt, drohen so hohe Arbeitslosenzahlen, wie Deutschland sie lange nicht mehr hatte. Schon jetzt gibt es Stellenabbau bei Thyssenkrupp, Ford, VW. Derzeit kratzt die Arbeitslosenzahl an der Drei-Millionen-Marke.

In vielen Bereichen werden gleichzeitig dringend Fachkräfte gesucht. Nur hebt das eine das andere nicht auf. Die Verbände meinen, die Verhandler von CDU, CSU und SPD unterschätzten die Lage.

Cannabis Labor

Union und SPD verhandeln weiter über die neue Regierung und die Menschen fragen sich, was sich ändert: Werden Wärmepumpen weiter gefördert? Wird Kiffen wieder illegal? Können Geflüchtete ihre Familien noch zu sich holen?

29.03.2025 | 5:07 min

Was die Wirtschaft von Schwarz-Rot fordert

Was die Verbände ebenfalls fordern: niedrigere Steuerbelastung für Unternehmen und Betriebe. Mit rund 30 Prozent nehme Deutschland international eine Spitzenposition ein. Gefordert wird ein international wettbewerbsfähiges Niveau von maximal 25 Prozent. Außerdem wie schon so oft gefordert: der Abbau von Bürokratie und die Senkung der Energiepreise. Überdies appellieren die Verbände an eine Reform im Sozialen.

Die Wirtschaft versucht, Einfluss zu nehmen. Ein Hilferuf - oder eben ein Druckmittel an die, die mit dem Koalitionsvertrag an den Stellschrauben für die deutsche Wirtschaft drehen.

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    Parteitag beschließt Namensänderung:De Masi und Mohamed Ali bilden neue BSW-Spitze

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