Laut Außenminister Rubio:USA laden Putin zu G20-Gipfel in Miami ein
Sieben Jahre ist es her, dass Putin an einem G20-Treffen teilnahm. Nun laden die USA ihn zum Gipfel ein. Hoffnungen auf Annäherung erteilt sein Außenminister jedoch eine Absage.
Will Putin an einen Tisch mit den G20 bringen: US-Außenminister Marco Rubio.
Quelle: AP / Yuji IwamuraDie USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Angaben von Außenminister Marco Rubio zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen. Die USA hofften, dass er diese Einladung annehmen werde, sagte Rubio in New York am Rande der UN-Generaldebatte vor Reportern.
Man denke, dass dies eine gute Gelegenheit sei, damit Putin nicht nur mit US-Präsident Donald Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch kommen könnte.
Ob es bei der UN-Vollversammlung Zeichen der Annäherung zwischen den zerstrittenen Staaten gibt, ordnet ZDF-Korrespondent Armin Coerper in New York ein.
23.09.2026 | 1:02 minPutin zuletzt vor dem Ukraine-Krieg bei G20-Gipfel
In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil - also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.
Schon früher hatte Trump die Hoffnung geäußert, dass Putin nach Miami reist. "Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich", hatte Trump im April gesagt. Er äußerte aber auch Zweifel, ob es wirklich dazu kommen würde.
In New York treten die Präsidenten Irans und der Ukraine vor die UN-Generalversammlung. Warum ihre Reden besonders erwartet werden, berichtet ZDF-Korrespondent Armin Coerper.
23.09.2026 | 1:06 minLawrow bremst Hoffnungen auf begrenzte Waffenruhe
In New York teilte Rubio außerdem mit, die Ukraine und Russland seien jeweils an einer begrenzten Waffenruhe interessiert. Beide Seiten hätten Interesse an einer Vereinbarung signalisiert, die einen Stopp der Angriffe auf Getreidelieferungen und Energieanlagen beinhalten könnte, sagte er nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.
Doch Lawrow widersprach prompt: Nur Europa sei an einer Waffenruhe interessiert, um die Ukraine in dieser Zeit mit Waffen vollzupumpen, sagte er. Moskau suche, wie von Präsident Wladimir Putin gesagt, eine umfassende Regelung für ein Ende des Konflikts.
Russland bereitet laut westlichen Geheimdiensten neue Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung vor. Viele Menschen fürchten einen weiteren Winter mit Stromausfällen und Kälte.
23.09.2026 | 2:04 minSelenskyj: Würde mit Putin reden
Selenskyj sagte Mitte September, wenn er eingeladen werde, sei er bereit, zu dem G20-Gipfel zu kommen und mit Putin zu reden. "Wir müssen kommen. Wir müssen uns treffen, sprechen und Entscheidungen treffen", sagte er in einem Interview der Deutschen Welle.
Russland liegt wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine im Konflikt mit den westlich orientierten G20-Mitgliedern. Politisch hat es deshalb zuletzt mehr Energie in das Staatenbündnis Brics mit den befreundeten Staaten Brasilien, Indien, China, Südafrika und anderen gesteckt.
Die Ukraine wird weiter von Russland angegriffen. In Kiew wurde unter anderem eine Tankstelle von einer Drohne getroffen.
23.09.2026 | 0:18 minUSA sehen sich als Vermittler
Bereits im August hatte es im Vorfeld des G20-Gipfels ein Treffen der Finanzminister im US-Bundesstaat North Carolina gegeben. Mit dabei gewesen war der russische Finanzminister Anton Siluanow.
Putin hatte Trump zuletzt bilateral im August vorigen Jahres in den USA getroffen. Die beiden haben auch mehrfach im Zuge des Ukraine-Kriegs miteinander telefoniert. Die USA sehen sich als Vermittler in dem bereits seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg. Bislang erzielten sie aber keine nennenswerten Fortschritte für ein Kriegsende.
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