Parteitag der Republikaner endet :Vance: Demokraten sind "Partei des Hasses"
Beim Parteitag der US-Republikaner feiern Trump und Vance ihre Politik - und greifen die Demokraten scharf an. Doch Trumps Erfolgsbilanz hält den Versprechungen kaum stand.
Die Republikaner um Donald Trump versuchen beim Parteitag in Dallas Stimmen für die kommenden Midterms zu sichern.
11.09.2026 | 1:58 minIn Dallas ist der Parteitag der republikanischen Partei in den USA zu Ende gegangen. Donald Trump endete mit Eigenlob und einem Aufruf zur Stimmabgabe. Der US-Präsident sagte, er habe zunächst nicht vorgehabt, am Donnerstag (Ortszeit) beim Parteitag noch einmal ausführlich zu sprechen.
Nach der Rede von Vizepräsident JD Vance griff er dennoch zum Mikrofon und pries seine zweite Amtszeit. Unter seinem Vorgänger Joe Biden seien die USA eine "Lachnummer in der ganzen Welt" gewesen, behauptete Trump. Seine Regierung habe dieses "dunkle Zeitalter Amerikas" in ein "goldenes Zeitalter" verwandelt.
Trump lobt wirtschaftliche Stärke der USA
Anschließend stellte Trump die wirtschaftliche Lage in den USA positiv dar. Nach seiner Darstellung hat der Aktienmarkt 80 Rekordstände erreicht. Der Arbeitsmarkt sei stark und er erfülle seine Wahlversprechen.
An den Finanzmärkten herrschte dagegen zuletzt wachsende Unsicherheit: Der US-Aktienindex S&P 500 verzeichnete am Donnerstag den vierten Verlusttag in Folge, während der Ölpreis angesichts des Kriegs mit dem Iran über 100 Dollar je Barrel stieg. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf über 4,9 Prozent.
Bei den Midterms Anfang November könnten die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress an die Demokraten verlieren. US-Präsident Trump sorgt mit einem ungewöhnlichen Versprechen für Aufsehen.
10.09.2026 | 1:40 minZuvor hatte Trump die Größe seiner Zuhörerschaft im rund 20.000 Menschen fassenden American Airlines Center hervorgehoben. "Keine leeren Plätze", sagte er und behauptete, selbst die obersten Ränge und die VIP-Logen seien voll besetzt. Tatsächlich war der größte Teil des Oberrangs leer. Nach mehreren Minuten räumte Trump ein:
Hinten muss ich ein bisschen besser werden. Ich bin damit nicht zufrieden.
Donald Trump, US-Präsident
Vance: Demokraten sind "Partei des Hasses"
Vizepräsident Vance griff in seiner Rede die Demokratische Partei scharf an und bezeichnete sie als "Partei des Hasses". Die Demokraten hätten sich zu einer politischen Kraft entwickelt, die gegen Amerika stehe und die Menschen verachte, die das Land aufgebaut hätten, sagte Vance. Das Land solle "denen gehören, die es lieben, nicht denen, die es hassen".
Vance griff zudem demokratische Kandidaten in Michigan und Texas an und äußerte sich zu Themen wie Einwanderung, Religion und Transgender-Rechten. Anlass für einen Angriff auf den demokratischen Senatskandidaten aus Michigan, Abdul El-Sayed, war dessen Äußerung, Vances Großvater hätte möglicherweise Einwände gegen die Ehe seines Enkels mit einer Frau indischer Herkunft gehabt. Vance entgegnete, die Demokraten hegten inzwischen Sympathien für die Terroristen, die für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich waren, nicht aber für Menschen wie seinen Großvater.
Trump verspricht bei einem Wahlsieg jedem erwachsenen US-Bürger 5.000 Dollar. Mit dem Parteitag wolle er das Narrativ wieder kontrollieren, so ZDF-Korrespondentin Bates in Texas.
10.09.2026 | 1:36 minVance verteidigt Einwanderungspolitik der Trump-Regierung
Mit Blick auf die Zwischenwahlen im November rief Vance unentschlossene Wähler dazu auf, den Republikanern die Kontrolle über den Kongress zu lassen. Sie sollten das Land nicht "einer Gruppe verrückter Leute" überlassen, nur weil sie bei einzelnen politischen Fragen anderer Meinung seien.
Zudem verteidigte Vance die Bemühungen der Regierung, die Einwanderung in die USA zu begrenzen.
Wir hatten es satt, als Rassisten bezeichnet zu werden, nur weil wir feststellten, dass unser Land schmutziger, ärmer, unsicherer und weniger wohlhabend wurde.
J.D. Vance, US-Vizepräsident
Vance als Trump-Nachfolger?
Vance ging auch auf Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur 2028 ein. Aus dem Publikum wurden "JD 48!"-Rufe laut - eine Anspielung darauf, dass Vance der 48. Präsident der USA werden könnte. Er selbst ließ seine Pläne offen. "Wir müssen uns im November um die anstehenden Aufgaben kümmern. Danach kümmern wir uns darum, was als Nächstes kommt", sagte er.
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