Kreml will Vergeltung üben:Russland droht mit "massiven Angriffen" auf Energieanlagen
Als Vergeltung für Angriffe auf seine Ölanlagen hat Russland "massive Angriffe" auf den Energiesektor der Ukraine angekündigt. Beide Seiten treffen zunehmend zivile Infrastruktur.
Auch am Wochenende trafen russische Drohnenangriffe wieder Kiew. Der Kreml hat jetzt "massive Angriffe" auf den ukrainischen Energiesektor angekündigt.
Quelle: Sergei Supinsky / AFPRussland hat mit neuen Angriffswellen gegen Energieanlagen in der Ukraine gedroht. Die Armee bereite "massive Angriffe gegen Einrichtungen des Energiesektors der Ukraine" vor, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Russland will damit nach eigenen Angaben Vergeltung üben für die ukrainischen Attacken auf russische Öl- und Energieanlagen. Nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew erhöhte sich die Zahl der Todesopfer derweil auf 38.
In der Ukraine haben russische Drohnen am Freitag ein Munitionslager getroffen.
29.08.2026 | 2:19 minIn den vergangenen Monaten haben Russland und die Ukraine ihre gegenseitigen Angriffe mit weitreichenden Geschossen ausgeweitet und nehmen dabei verstärkt zivile Infrastruktur wie Lagerhäuser und Öl- und Hafeninfrastruktur ins Visier. Bei diesen Angriffen gibt es zunehmend zivile Opfer. Während des zurückliegenden Winters hatte Moskau seine Angriffe auf ukrainische Kraftwerke verstärkt und Millionen von Menschen damit Kälte und Dunkelheit ausgesetzt.
Großbrand nach russischem Drohnenangriff
Am Freitagabend hatte ein russischer Drohnenangriff in einem Munitionslager der Armee nahe Kiew einen Großbrand und zahlreiche Explosionen ausgelöst. Dabei wurden nach neuesten Erkenntnissen 38 Menschen getötet, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag im Onlinedienst Telegram mitteilte. 20 Menschen seien verletzt worden und vier weitere würden noch vermisst.
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27.08.2026 | 32:10 minDie Feuerwehr habe die meisten Feuer inzwischen gelöscht, fügte Selenskyj hinzu. Sprengstoffexperten seien vor Ort weiterhin im Einsatz. "Das Ausmaß der Kontamination in dem Gebiet ist erheblich", erklärte der ukrainische Präsident.
Bei den Explosionen waren Selenskyj zufolge mehrere Wohngebäude sowie ein Pflegeheim beschädigt worden. Er kündigte an, die Verantwortlichen für die verbotene Waffenlagerung nahe Wohngebieten zur Rechenschaft zu ziehen.
Ukraine: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf
Die ukrainische Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Dabei gehe es um die Frage, ob die nötigen Genehmigungen für die Lagerung von Munition auf dem Gelände vorlagen, erklärte die Behörde. Laut Selenskyj befanden sich in dem Depot große Mengen von Granaten, Minen und Drohnen.
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26.08.2026 | 6:06 minDer ukrainische Regierungschef Serhij Korezky hatte am Samstag kritisiert, dass "keine Lehren" aus einem Angriff auf ein Munitionsdepot nahe Kiew im Juli gezogen worden seien. Ermittlungen hatten damals ergeben, dass der vorgeschriebene Mindestabstand zu Wohngebäuden nicht eingehalten worden war. Acht Menschen wurden getötet. "Immer wieder denselben Fehler zu machen" sei "kriminelle Fahrlässigkeit", erklärte Korezky.
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