US-Präsident bekräftigt Ultimatum:Trump droht Iran: 48 Stunden, bevor "die Hölle hereinbricht"
Donald Trump hat seine Drohung gegen Iran bekräftigt. Teheran habe noch 48 Stunden Zeit, um einem Abkommen zuzustimmen oder die Straße von Hormus zu öffnen, so der US-Präsident.
Innerhalb weniger Stunden sind zwei US-Kampfjets in der Golfregion abgestürzt. Die Regierung von US-Präsident Trump gerät wegen ihrer Kriegsführung immer mehr unter Druck.
04.04.2026 | 2:00 minUS-Präsident Donald Trump droht Iran erneut mit schweren Angriffen, sollte die Führung in Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus beugen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er:
Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht.
Donald Trump, US-Präsident
Die Bedingungen seien erfüllt, wenn Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne. Trump hatte gedroht, falls Iran die Meerenge nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen.
Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, hatte der US-Präsident unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche angekündigt. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus liegt weiterhin weitgehend still.
Trump macht "Druck vor Ablaufen dieses Ultimatums"
Trumps erneute Drohung sei wohl der Versuch, "noch mal jetzt Druck vor Ablaufen dieses Ultimatums zu machen", ordnete ZDF-Korrespondent David Sauer ein. "Aber zugleich kann man natürlich da rauslesen, dass der bisherige Druck eben nicht die gewünschte Wirkung entfaltet hat."
Iran scheint sich da nicht zu bewegen. Eine Verhandlungslösung ist nicht in Sicht. Und die Eskalationsoptionen der USA sind alle nicht sehr attraktiv.
David Sauer, ZDF-Korrespondent in Washington
Eine Möglichkeit sei eine US-Bodenoffensive, eine andere, die Energieinfrastruktur des Landes ins Visier zu nehmen. Eine weitere Option, die Trump ins Spiel gebracht habe, seien Angriffe auf die iranische Öl-Infrastruktur. Wie Trump den Iran-Krieg beenden will, sei weiter unklar. Der US-Präsident bleibe in Erklärungsnot, sagte Sauer.
ZDF-US-Korrespondent David Sauer ordnet die Entwicklungen im Iran-Krieg ein.
04.04.2026 | 1:59 minIrans Außenminister bekräftigt Bereitschaft zu Gesprächen
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bekräftigte die Bereitschaft seines Landes zu Gesprächen über eine Waffenruhe unter Vermittlung Pakistans. Die Position Teherans werde von den US-Medien falsch dargestellt, schrieb er am Samstag auf der Plattform X.
Iran habe sich niemals geweigert, nach Islamabad zu reisen, um dort zu verhandeln. Wichtig seien Teheran allerdings "die Bedingungen für ein endgültiges und dauerhaftes Ende des uns aufgezwungenen illegalen Krieges".
Die US-Angriffe auf iranische Infrastruktur gehen weiter: Die höchste Brücke wurde zerstört, acht Menschen starben offenbar. US-Präsident Trump hofft, Teheran so zu einer Einigung zu drängen.
03.04.2026 | 1:33 minTrump stellte zeitnahes Kriegsende in Aussicht
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
Am vergangenen Mittwoch stellte Trump in einer Rede an die Nation zwar ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht - kündigte zugleich aber neue "extrem harte" Angriffe an. Iran solle zurück in die "Steinzeit" bombardiert werden.
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