Trump: "Friedensrat" in Davos offiziell gegründet

Unterzeichnungszeremonie in Davos:Trumps "Friedensrat" offiziell gegründet: "Aufregender Tag"

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In Davos hat US-Präsident Donald Trump offiziell seinen "Friedensrat" ins Leben gerufen. Kritiker befürchten, dass bestehende multilaterale Strukturen geschwächt werden.

US-Präsident Donald Trump (L) nimmtan der Unterzeichnungszeremonie der Friedenscharta für Gaza ein

US-Präsident Trump hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos seinen umstrittenen Friedensrat gegründet. Kritiker warnen vor Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.

22.01.2026 | 1:36 min

Donald Trump hat am Donnerstag seinen sogenannten Friedensrat ("Board of Peace") ins Leben gerufen. Der US-Präsident unterzeichnete auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos ein Gründungsdokument für das Gremium.

Ursprünglich sollte dieser dazu dienen, den Krieg im Gazastreifen zu beenden, nun soll er nach Trumps Vorstellung aber bei weltweiten Konflikten eine Rolle spielen.

Unterzeichnungszeremonie "Charta des Friedensrats"

Die Unterzeichnungszeremonie der "Charta des Friedensrats" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in voller Länge.

22.01.2026 | 56:07 min

Konkurrenz-Gremium zu UN?

Europa und einige andere Länder befürchten, dass das Gremium mit den Vereinten Nationen konkurrieren oder diese untergraben könnte. Der US-Präsident schien in seiner Eröffnungsrede bei der Unterzeichnungszeremonie in Davos auf diese Bedenken einzugehen, als er sagte, dass der neue Rat mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten werde. "Dies ist ein sehr aufregender Tag, der lange vorbereitet wurde", sagte Trump.

Viele Länder haben eine Einladung erhalten und jeder möchte dabei sein. Wir werden mit vielen anderen zusammenarbeiten, einschließlich der Vereinten Nationen.

Donald Trump, US-Präsident

SGS Bates

US-Präsident Trump hat den sogenannten Friedensrat gegründet. Welche Ziele verfolgt er damit und welche Strategie steckt dahinter? Dazu ZDF-Korrespondentin Claudia Bates.

22.01.2026 | 0:56 min

Trump, der den Vorsitz des Gremiums übernehmen wird, hat rund 60 Staaten eingeladen, sich am "Friedensrat" zu beteiligen. Er sieht die Gruppe als Instanz, die sich mit anderen globalen Herausforderungen über den stockenden Waffenstillstand im Gazastreifen hinaus befasst.

Zugesagt haben bislang nur wenige Länder - neben Israel unter anderem Indonesien, Kosovo, die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) und Vietnam. Einige der Erstunterzeichner werden autoritär regiert.

Gaza oder doch mehr?
:Worum es Trump mit seinem "Friedensrat" geht

Ein Sitz soll eine Milliarde Dollar kosten, ein Großteil der Befugnisse hat Donald Trump. Was es mit Trumps "Friedensrat" auf sich hat und warum es längst nicht nur um Gaza geht.
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US-Präsident Donald Trump blättert in einem Buch über die Erfolge seiner Regierung, aufgenommen am 20.01.2026 in Washington (USA)
FAQ

US-Verbündete zögern mit Beitritt zu Trumps "Friedensrat"

Einige traditionelle Verbündete der USA zögern, dem Gremium beizutreten, das laut Trump von den ständigen Mitgliedern mit jeweils einer Milliarde Dollar finanziert werden soll. Zahlreiche Staaten reagierten zuletzt entweder zurückhaltend oder lehnten die Einladung ab.

Zum jetzigen Zeitpunkt beabsichtige Frankreich nicht, "auf das Angebot einzugehen", hieß es etwa aus dem Élysée-Palast. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte:

Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen.

Johann Wadephul, deutscher Außenminister

Schaltgespräch mit Daniela Schwarzer

"Trump hat überhaupt kein Interesse, in den bestehenden multilateralen Strukturen mitzuarbeiten", sagt die Politologin Daniela Schwarzer über den "Friedensrat" von Trump.

20.01.2026 | 5:45 min

Vertreter der als Gründungsmitglieder vorgestellten Länder waren anwesend, als Trump in Davos zur Unterzeichnung sprach. Laut der Nachrichtenagentur Reuters waren jedoch zunächst keine Vertreter der Regierungen anderer globaler Großmächte zu sehen.

Quelle: Reuters, dpa
Über dieses Thema berichteten am 22.01.2026 mehrere Sendungen, etwa die heute-Nachrichten ab 17 Uhr und "phoenix vor ort" ab 9 Uhr.

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