Region Saporischschja:Ukraine: Dutzende Tote bei russischem Luftangriff
Mindestens 24 Menschen sind bei einem Angriff in der Region Saporischschja gestorben. Selenskyj wirft Russland gezieltes Bombardieren einer Ausgabestelle für humanitäre Hilfe vor.
Rettungskräfte am Ort des russischen Angriffs auf eine Bildungseinrichtung in Komyschuwacha in der Region Saporischschja.
Quelle: UKRAINIAN EMERGENCY SERVICE / AFPBei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach neuesten offiziellen Angaben des Zivilschutzes mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen.
Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram sowie auf der Plattform X mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde nach weiteren Opfern gesucht.
27 Personen galten als vermisst, teilte der regionale Militärverwalter Mychajlo Semikin auf Telegram mit.
In Oleschky ist die sechstägige Feuerpause zu Ende gegangen. Russland hat nach Angaben der Ukraine eine Verlängerung abgelehnt.
02.11.2026 | 0:23 minSelenskyj: "Russland zählt weiter auf Morde"
Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements. "Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten", schrieb der Präsident. Nach der humanitären Aktion von Oleschky in der Vorwoche habe es einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können.
"Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben - Russland zählt auf weitere Morde", schrieb der Staatschef. Er forderte eine weltweite "starke und harte" Reaktion.
Eine Feuerpause hatte zuletzt den Weg für Evakuierungen aus Oleschky freigemacht. Bewohner der besetzten südukrainischen Stadt konnten zu ihren Angehörigen zurückkehren.
31.10.2026 | 2:40 minRegion Saporischschja regelmäßig Ziel schwerer Angriffe
Die Siedlung wurde demnach mehrfach bombardiert. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden. Eine schlug Selenskyj zufolge direkt in einem Luftschutzkeller ein. Komyschuwacha befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und ist gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Die frontnahe Region Saporischschja ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer Angriffe, insbesondere von Luftangriffen. Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden 23 Menschen getötet, darunter vier Minderjährige.
Ein mögliches Dreiergipfeltreffen, vielleicht ein Machtwechsel bei den Midterms und eine Waffenruhe, bei der Kiew und Moskau zusammenarbeiten: ZDFheute live zur Zukunft der Ukraine.
29.10.2026 | 39:56 minAngriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben galten auch immer wieder Lagergebäuden in der Region. Gleitbomben spielen dabei eine große Rolle. Sie werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann per Satellitennavigation ins Ziel.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
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