Hackerangriffe auf Notfall-Apps in der Ukraine und Russland

Falscher Atomalarm in Kiew:Ukraine und Russland melden Hackerangriffe auf Notfall-Apps

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Die offiziellen Warn-Apps in der Ukraine und Russland sind nach Behördenangaben gehackt worden. In Kiew wurde fälschlicherweise vor radioaktiver Strahlung gewarnt.

Ukraine-Krieg - Kiew

Luftangriffe - und die nötigen regionalen Warnungen davor - sind für die Menschen in der Ukraine längst Alltag. Bei größeren Angriffen auf Kiew suchen Menschen häufig in den Stationen der U-Bahn Schutz. (Archivbild)

Quelle: dpa

Die Programme versenden etwa bei feindlichen Luftangriffen dringende Warnungen auf die Smartphones der Bewohner: In der Ukraine und in Russland sind die offiziellen Notfall-Apps nach Behördenangaben gehackt worden.

Zunächst wurde am späten Sonntagabend in der ukrainischen App unter anderem fälschlicherweise vor radioaktiver Strahlung in der Hauptstadt Kiew gewarnt. Die App "Air Alert" sei möglicherweise vom Feind kompromittiert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. Es bestehe keine Gefahr durch Strahlung.

Residents evacuated from the Russian-controlled city of Oleshky during a humanitarian mission speak as they sit in a bus upon arriving at an undisclosed location in Ukraine on October 31, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. Residents of the Russian-controlled city of Oleshky, ravaged by years of war, arrived in Ukraine on October 31, 2026 after being evacuated via Belarus during a rare truce brokered by US First Lady.

Eine Feuerpause hat den Weg für Evakuierungen aus Oleschky freigemacht. Bewohner der besetzten südukrainischen Stadt konnten zu ihren Angehörigen zurückkehren.

31.10.2026 | 2:40 min

Auch Russland meldet Cyberangriff

In der Nacht zum Montag meldete dann Russland einen massiven Cyberangriff auf seine Warn-App, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Zivilschutzministerium berichtete.

Es sei den Angreifern gelungen, Falschinformationen an die Bevölkerung zu versenden, hieß es weiter. Die russische Behörde machte demnach keine Angaben dazu, wen sie hinter dem Angriff vermutete. Die Webseite des Ministeriums für Warnungen war in der Nacht zunächst zeitweise nicht erreichbar.

Eine Patriot-Flugabwehrrakete der schwedischen Luftwaffe startet aus einem Launcher bei der Militärübung "Spartan Arrow 2026" beim scharfen Schießen der mit der deutschen Luftverteidigung auf Kreta auf einem Nato-Raketenschießplatz zur erfolgreichen Bekämpfung einer Übungsdrohne.

Das US-Außenministerium hat den Verkauf von 500 Flugabwehrraketen vom Typ Patriot an die Ukraine erlaubt. Der Auftrag hat einen geschätzten Wert von 2,1 Milliarden Dollar.

31.10.2026 | 0:21 min

War es ein ukrainischer Gegenangriff?

Die zeitliche Abfolge der Ereignisse ließ zumindest die Vermutung zu, dass es sich nach der Attacke auf das ukrainische System um einen Gegenangriff Kiews gehandelt haben könnte.

Medienberichten zufolge erschallten am späten Sonntagabend in manchen Regionen auch Warnsirenen. Über die App soll zudem auch fälschlicherweise vor Angriffen mit chemischen Waffen gewarnt worden sein. Die Bürger wurden von den Behörden aufgefordert, nicht auf Links in der Warn-App zu klicken.

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Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Archiv: Ukrainischer Präsident Selenskyj
Liveblog
Quelle: dpa
Über die Lage im Ukraine-Krieg berichtet das ZDF in vielen aktuellen Sendungen, etwa am 31.10.2026 im heute journal ab 21:45 Uhr.

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