Nach Rede in Davos:Trump: Erste Schritte zu Grönland-Deal erzielt - keine Zölle
US-Präsident Donald Trump zufolge ist ein Rahmen zu einer zukünftigen Vereinbarung zu Grönland erzielt worden. Die Strafzölle sollen entfallen.
US-Präsident Trump bekräftigt in Davos seinen Anspruch auf Grönland. Er verzichte zwar auf militärische Gewalt, warnt die NATO-Partner aber vor einer Ablehnung.
21.01.2026 | 3:01 minUS-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland seine angedrohten Strafzölle gegen mehrere europäische Staaten zurückgezogen. Er habe sich mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf die Rahmenbedingungen für ein künftiges Abkommen mit Bezug auf Grönland und die gesamte Arktisregion geeinigt, schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social zur Begründung.
Nach Trumps Rede in Davos gibt es Bewegung: Der US-Präsident spricht von ersten Schritten zu einem möglichen Grönland-Deal. Ein überraschendes Signal nach einem Tag voller Kritik an Europa.
22.01.2026 | 2:39 min"Produktives Treffen" mit Mark Rutte
Wörtlich schrieb Trump: "Auf der Grundlage eines sehr produktiven Treffens mit dem Generalsekretär der Nato, Mark Rutte, haben wir den Rahmen für ein künftiges Abkommen in Bezug auf Grönland und sogar die gesamte Arktisregion geschaffen.
US-Präsident Trump hat bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos den Anspruch der USA auf Grönland bekräftigt – militärische Gewalt wolle er aber nicht anwenden.
21.01.2026 | 43:50 minDiese Lösung wird, wenn sie umgesetzt wird, für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle Nato-Staaten von großem Nutzen sein. Auf der Grundlage dieser Vereinbarung werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht erheben."
Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten in Brüssel über Trumps Grönland-Kurs. Thema sind mögliche Reaktionen, sollten sich die USA nicht an die Vereinbarung halten.
22.01.2026 | 0:23 minDänemark zeigt sich erleichtert
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigte sich erleichtert über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Handelsstreit zu beenden. "Der Tag endet besser, als er begonnen hat", sagt der Minister. Es sei positiv, wenn dies bedeute, dass man zu normaleren Kommunikationskanälen als der Online-Plattform Truth Social zurückkehren könne.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow verglich Grönland mit der Krim. "Man sieht sich hier in Russland bestätigt, dass man aus solchen Motiven heraus Anspruch auf ein anderes Land zu erheben kann" - ZDF-Korrespondent Armin Coerper aus Moskau.
22.01.2026 | 3:17 min
Wichtig sei zudem, dass eine Lösung gefunden werde, die die Menschen in Grönland respektiere. Dänemark wolle auf die Bedenken der USA eingehen. Auch die schwedische Außenministerin Maria Stenergard erklärt auf X, es sei gut, dass US-Präsident Donald Trump nun auf Strafzölle gegen die europäischen Länder verzichte, die Dänemark und Grönland unterstützt hätten. So wie es aussehe, habe die Zusammenarbeit der Unterstützer Dänemarks Wirkung gezeigt.
Beim Grönland-Deal geht es um den Ausbau der Arktis-Sicherheitsarchitektur. "Dass die Amerikaner Militärbasen bekommen, ist eine Sache, die noch nicht ganz klar ist" - Ulf Röller, ZDF-Korrespondent.
22.01.2026 | 3:59 minAlle aktuellen Entwicklungen zu Grönland hier im Liveblog:
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