Weitere Verhandlungen in Berlin geplant:US-Delegation sieht Fortschritte bei Ukraine-Gesprächen
Das diplomatische Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs geht in Berlin in eine neue Runde. Vertreter der USA sprechen von ersten Fortschritten in den Gesprächen mit der Ukraine.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat sich nach ersten Gesprächen mit der Ukraine positiv geäußert. Es seien große Fortschritte erzielt worden, teilte er auf X mit.
15.12.2025 | 1:27 minDie US-Delegation hat sich nach den Gesprächen in Berlin über einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland positiv geäußert. Es seien große Fortschritte erzielt worden, heißt es in einer Bewertung der Gespräche, die der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X postete.
Witkoff bestätigte zudem die Fortsetzung der Gespräche am heutigen Montag. Der 20-Punkte-Friedensplan, Wirtschaftsthemen und andere Fragen seien intensiv erörtert worden. Welche Vorschläge bei den Gesprächen aktuell konkret auf dem Tisch liegen, ist öffentlich bislang nicht bekannt.
Die Gespräche zwischen der US-Delegation und der Ukraine in Berlin gehen weiter. Über die Streitfragen berichtet ZDF-Korrespondentin Britta Buchholz aus Berlin.
15.12.2025 | 1:03 minWeitere Ukraine-Gespräche am Montag
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die US-Delegation am Sonntagnachmittag in Berlin empfangen. "Wir wollen einen dauerhaften Frieden in der Ukraine", erklärte Merz dazu im Onlinedienst X. "Es liegen schwierige Fragen vor uns, aber wir sind entschlossen, voranzukommen." Berlin steht für zwei Tage im Fokus internationaler Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Der Kanzler wird Selenskyj heute nach Angaben der Bundesregierung zu deutsch-ukrainischen Wirtschaftsgesprächen und einem "Austausch über den Stand der Friedensverhandlungen" treffen. Am Abend sollen dann zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und Nato zu den Gesprächen hinzustoßen.
Selenskyj: Frontverlauf einfrieren
Vor seiner Ankunft in Berlin sagte Selenskyj zu Reportern, er wolle die US-Unterhändler bei dem Treffen davon überzeugen, den Frontverlauf in der Ukraine einzufrieren. Zum Verhandlungsziel der Ukraine erklärte er: "Die gerechteste mögliche Option ist, stehenzubleiben, wo wir sind."
"Sicherheitsgarantien, zumal ohne womöglich amerikanische Beteiligung, wären dann nicht viel wert", sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius zu den Ukraine-Beratungen in Berlin.
14.12.2025 | 6:28 minBundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nannte es im heute journal des ZDF, "ein gutes Zeichen", dass die US-Verhandler nach Berlin gekommen seien. Aber wohin dieses Zeichen zeige, das wisse man "wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen."
Ein Knackpunkt sind offenbar die von Selenskyj geforderten Sicherheitsgarantien. Die Ukraine habe mehr als einmal "die ganz bittere Erfahrung" gemacht, dass vom Westen und Russland gegebene Sicherheitsgarantien "am Ende nicht viel wert waren, als es drauf ankam", so Pistorius.
Solche möglichen Sicherheitsgarantien und Vereinbarungen sollten jedoch nicht in der Öffentlichkeit thematisiert werden, bevor klar sei, auf welche Verhandlungen sich Russland überhaupt einzulassen bereit wäre. Putin habe bisher jede Bemühung, einen Schritt weiterzukommen, torpediert, "indem er schlimmer und heftiger angegriffen hat als vorher", erklärte der Verteidigungsminister.
Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog: