"Historischer Besuch" in Peking:China: Starmer und Xi werben für tiefere Partnerschaft
Die Zweifel an der Zuverlässigkeit des Verbündeten USA wachsen - daher ist Premier Starmer nun zu Besuch in Peking, um das schwierige Verhältnis mit China zu verbessern.
In Peking haben sich der britische Premierminister Starmer und Staatschef Xi für eine engere Beziehung ausgesprochen. China ist für Starmer ein "entscheidender Akteur auf der Weltbühne".
29.01.2026 | 0:21 minDer britische Premierminister Keir Starmer hat bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking für eine Neuausrichtung der Beziehungen zwischen China und Großbritannien geworben.
Bei dem ersten Besuch eines britischen Regierungschefs in China seit acht Jahren sprach sich Starmer in Peking für eine engere Partnerschaft aus, um Wachstum und Sicherheit zu fördern.
Starmer: China ist entscheidender Akteur
China sei ein entscheidender Akteur auf der Weltbühne, und es sei unerlässlich, eine differenziertere Beziehung aufzubauen, mit der Möglichkeit zur Zusammenarbeit, aber auch eines Dialogs über strittige Bereiche, sagte Starmer.
Xi erklärte, die Beziehungen hätten "Turbulenzen" durchlaufen. China sei jedoch bereit, eine langfristige strategische Partnerschaft zu entwickeln.
Kanada senkt die Zölle auf chinesische Elektroautos deutlich, China will im Gegenzug die Zölle auf kanadische Agrarprodukte reduzieren. Beide Seiten sprechen von einem Neuanfang.
16.01.2026 | 0:32 minStarmer in China: "Historischer Besuch"
Starmers Besuch dürfte Teil einer Annäherung westlicher Staaten an China sein. Diese Länder wollen ihre Abhängigkeit von den USA angesichts der Unberechenbarkeit der Regierung in Washington und der Zolldrohungen von Präsident Donald Trump verringern. Er folgt unmittelbar auf eine China-Reise des kanadischen Ministerpräsidenten Mark Carney, der in Peking ein Handelsabkommen unterzeichnet hatte.
Bei einem Treffen mit Zhao Leji, dem Vorsitzenden des Nationalen Volkskongresses, sprach Starmer von einem "historischen Besuch". Er habe nach seinem Wahlsieg versprochen, das Vereinigte Königreich wieder stärker nach außen zu öffnen, sagte Starmer. Und die Reise nach China soll offenkundig dazu beitragen.
Trotz Bedenken und Protesten hat London den Bau für Chinas Mega-Botschaft im Herzen Londons genehmigt. Kritiker warnen vor möglicher Spionage und Sicherheitsrisiken.
20.01.2026 | 2:11 minBeziehungen zu China unter Vorgängerregierung verschlechtert
Starmer steht zudem innenpolitisch unter Druck, das von seiner Labour-Regierung versprochene Wirtschaftswachstum zu erzielen. Die Beziehungen zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatten sich unter den konservativen Vorgängerregierungen deutlich verschlechtert. Die Gründe hierfür waren unter anderem Sorgen über Spionageaktivitäten und Sicherheitsbedenken bei chinesischen Investitionen und die Einschränkung der Freiheitsrechte in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong.
Hongkongs prodemokratischer Verleger Jimmy Lai ist im Verfahren um Verstöße gegen das nationale Sicherheitsgesetz schuldig gesprochen worden. Lai gilt als Symbol der Demokratiebewegung.
15.12.2025 | 1:33 minWie die britische Regierung zudem mitteilte, einigten sich Starmer und Xi darauf, gemeinsam gegen Schleuserbanden vorzugehen. Dabei soll es vor allem um die Lieferketten für Motoren von Kleinbooten gehen, mit denen Migranten nach Europa gebracht werden.
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