Mehrere Tote und Verletzte:Russland feuert Raketen und hunderte Drohnen auf Ukraine ab
Bei mehreren russischen Angriffswellen in der Nacht sind in der Ukraine mindestens 16 Menschen getötet worden. Es gibt mehr als 100 Verletzte.
Russland hat in der Nacht die Ukraine massiv mit Drohnen und Raketen beschossen. In Kiew, Odessa und Dnipro kamen mindestens 16 Menschen ums Leben.
16.04.2026 | 0:16 minRussland hat die Ukraine in der Nacht zu Donnerstag massiv angegriffen. In der Ukraine wurden bei mehreren russischen Angriffswellen nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet. Unter den Toten sei ein zwölfjähriges Kind, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko.
Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgefangen; zwölf Raketen und 20 Drohnen seien jedoch eingeschlagen. Klitschko zufolge wurden etliche Gebäude schwer beschädigt.
Kiew: Rettungskräfte befreien Mutter und Kind aus Gebäude
Die Stadt sei am frühen Donnerstagmorgen erneut angegriffen worden, sagte Klitschko. Eine sehr niedrig fliegende Drohne sei in ein 18-stöckiges Gebäude eingeschlagen. Zudem seien Raketentrümmer auf den sechsten Stock eines Wohnhauses im zentralen Bezirk Podil gestürzt.
Rettungskräfte hätten eine Mutter und ihr Kind aus einem Gebäude befreit. In einem nördlichen Stadtteil sei ein Großbrand ausgebrochen, bei dem vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes verletzt worden seien.
Europa müsse seine Sicherheit selbst regeln, sagt der Politikwissenschaftler Nico Lange, dabei sei die Ukraine ein wichtiger Partner an Europas Seite gegen Russland.
15.04.2026 | 4:34 minSelenskyi: Druck auf Russland soll aufrechterhalten werden
Das Verteidigungsministerium in Moskau wiederum sprach von mehr als 200 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Trümmerteile stürzten nach Behördenangaben auf die Hafenanlage in Tuapse in der südrussischen Oblast Krasnodar und lösten einen Brand aus. Zwei Kinder im Alter von fünf und 14 Jahren seien ums Leben gekommen, teilte der Gouverneur der Oblast Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, mit.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj appellierte an die Verbündeten, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten und seinem Land die zugesagte Hilfe umgehend zukommen zu lassen. "Der Druck auf Russland muss wirken", erklärte er auf der Online-Plattform X. Es könne keine Normalisierung geben. "Eine weitere Nacht hat bewiesen, dass Russland weder eine Lockerung der globalen Politik noch eine Aufhebung der Sanktionen verdient."
Wolodymyr Selenskyj auf Twitter: Druck auf Russland muss wirken
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Der ukrainische Vizeregierungschef Olexij Kuleba erklärte, die Rettungsarbeiten dauerten an. Die Zahl der Opfer könne daher noch steigen. Außenminister Andrij Sybiha forderte die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. "Es ist unmoralisch, kontraproduktiv und gefährlich, Sanktionen gegen Russland oder Unterstützungspakete für die Ukraine zu verzögern", schrieb er auf X.
EU-Ratspräsident Costa spricht vom "Terror" Russlands in Ukraine
EU-Ratspräsident António Costa hat die jüngsten "schrecklichen" russischen Luftangriffe auf die Ukraine scharf verurteilt. "Russland muss diesen Terrorkrieg beenden", forderte Costa am Donnerstag im Onlinedienst X. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sei "gescheitert, und so entscheidet es sich dafür, Zivilisten gezielt zu terrorisieren", fügte er hinzu.
Die Ukraine-Kontaktgruppe trifft sich auf Einladung von Verteidigungsminister Boris Pistorius in Berlin und berät neue Militärhilfen. Großbritannien plant die Lieferung von 120.000 Drohnen.
15.04.2026 | 0:23 minRussland greift die Ukraine seit dem Beginn des Angriffskriegs vor mehr als vier Jahren fast jede Nacht mit hunderten Drohnen an. Zuletzt weitete die russische Armee zudem tagsüber ihre Luftangriffe aus.