Tagelang vermisst: Hund Boro nach Zugunglück zurück bei Familie

Tagelange Suche nach Zugunglück:Spanien: Vermisster Hund Boro zurück bei Familie

|

Einen "Lichtblick" nach einer Tragödie, so nennt es Spaniens Verkehrsminister: Hund Boro ging beim verheerenden Zugunglück verloren. Nun ist er wieder da. Der Fall spendet Trost.

Der Hund und sein Herrchen sind wiedervereint

Im Chaos bei dem Zugunglück in Spanien wurden eine junge Frau und ihr Hund voneinander getrennt. Hunderte Helfer haben das Tier gesucht. Jetzt konnte Boro wieder seiner Familie übergeben werden.

22.01.2026 | 1:19 min

Vier Tage nach dem verheerenden Zugunglück mit mehr als 40 Todesopfern bewegt eine "Familienzusammenführung" der besonderen Art viele Menschen in Spanien. Ein Hund, der mit seinem Frauchen in einem der beiden Unglückszüge unterwegs war und seit dem Unfall als vermisst galt, wurde nach tagelanger Suche, die sehr viele in Atem gehalten hatte, wohlauf gefunden.

Boro, eine Mischung aus Schnauzer und spanischem Wasserhund, sei an diesem Donnerstag nahe der Unfallstelle in Adamuz in der Provinz Córdoba aufgegriffen worden, teilte die Tierschutzpartei Pacma mit. Der Hund wurde "inzwischen wieder mit seiner Familie vereint", hieß es in der Mitteilung.

 Eine Frau hält ein Schild mit der spanischen Aufschrift "Vermisster Boro. Verloren während des Unfalls in Adamuz.

"Boro wird vermisst" steht auf einem Flugblatt nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien.

Quelle: dpa

Boros Besitzerin liegt noch auf der Intensivstation

Auf Videos ist zu sehen, wie Ana García den Hund glücklich umarmt, streichelt und küsst. Die 26-Jährige war mit ihrer schwangeren Schwester Raquel (32), der Besitzerin des Hundes, und deren Partner im Hochgeschwindigkeitszug von Málaga nach Madrid unterwegs. Der Zug entgleiste, geriet in das benachbarte Gleis und warf einen entgegenkommenden Zug aus der Strecke.

Anas Schwester Raquel liegt noch auf der Intensivstation des Krankenhauses Reina Sofía in Córdoba, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Nach Angaben von Ana García hatte sie sich beim Zusammenstoß unter anderem am Kopf schwer verletzt, als sie wohl versucht habe, ihren Hund zu schützen. Nach dem Aufprall sei sie bewusstlos unter den Trümmern liegen geblieben.

Ein Foto vom 19. Januar 2026 zeigt einen der beiden Züge, die am Vortag in Adamuz in Südspanien entgleist waren und dabei mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt haben.

Nachdem zwei Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien auf neu sanierter Strecke verunglückten, hat die Regierung Staatstrauer angekündigt.

20.01.2026 | 2:19 min

Vereinte Kräfte bei der Suche nach Hund Boro

Das Schicksal von Boro hatte in Spanien große Anteilnahme ausgelöst. Das Tier war fast vier Tage lang im Mittelgebirge der Sierra Morena bei nächtlichen Minustemperaturen und zum Teil starkem Regen verloren.

An der Suche beteiligten sich Einsatzkräfte verschiedener Sicherheitsbehörden sowie Vertreter von Tierschutzorganisationen und der Tierschutzpartei Pacma. Zudem halfen freiwillige Helfer, die teils sogar aus anderen Regionen Spaniens angereist waren, berichtete der Fernsehsender RTVE.

X-Post der Tierschutzpartei Pacma

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Regierung in Spanien: Boros Schicksal ein Lichtblick

Es war Ana selbst, die am Montag - mit noch deutlich sichtbaren Verletzungen aus dem Unglück - vor laufenden Kameras verzweifelt um Hilfe bei der Suche nach dem Hund gebeten hatte. Am Donnerstag zeigte sie sich nun erneut in den Medien: sichtlich bewegt, lächelnd, Boro im Arm. Dem Hund gehe es gut, sagte sie. Um sie herum herrschte viel Freude bei Helfern und Journalisten.

König Felipe spendet Trost nach Zugunglück

Wenige Tage nach dem schweren Zugunglück besuchen König Felipe und Königin Letizia den Unfallort.

21.01.2026 | 1:15 min

Sogar die spanische Regierung reagierte. Auch wenn "die Menschen das Wichtigste" seien, spielten auch Tiere eine "wertvolle Rolle" im Alltag einer Familie, schrieb Verkehrsminister Óscar Puente auf X. Pacma postete unterdessen:

Die Tragödie des Unfalls endet mit einem kleinen Lichtblick.

Óscar Puente, Verkehrsminister Spaniens

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "Hund Boro wieder mit Familie vereint" am 22.01.2026 um 18:12 Uhr.

Mehr Nachrichten auf ZDFheute

  1. Trumps Zollstreit: Containerschiff mit Grafik
    Grafiken

    Zollstreit zwischen USA und EU:Wie Trumps Zölle die deutsche Wirtschaft getroffen haben

    von Luisa Billmayer
    mit Video2:48

  2. Miro Schluroff am 22.01.26

    Die Faktoren beim Sieg über Portugal:Schluroffs Schleuder und Wolffs Paraden

    von Erik Eggers
    mit Video7:55

  3. Deutsche Bahn AG Konzernzentrale Deutschland in Berlin.

    Aufsichtsrat unterstützt Vorhaben:Deutsche Bahn will etliche Manager-Posten streichen

    mit Video0:18

  4. Der Hund und sein Herrchen sind wiedervereint

    Tagelange Suche nach Zugunglück:Spanien: Vermisster Hund Boro zurück bei Familie

    mit Video1:19

  5. Sportstudio: Biathlon

    Wintersport im Liveticker:Ergebnisse, Weltcupstände, Termine


  6. Oscar-Statuen stehen während der Vorbereitungen für die 97. Verleihung der Academy Awards in Hollywood, Kalifornien. (Archiv)

    ZDF-Koproduktion stand auf Shortlist:Oscars 2026: 16 Nominierungen für "Blood & Sinners" - Rekord

    mit Video1:00

  7. David Metzmacher
    Update

    Update am Abend:Kanzler-Diplomatie und US-Pathos in Davos

    von David Metzmacher

  8. US-Präsident Donald Trump blättert in einem Buch über die Erfolge seiner Regierung, aufgenommen am 20.01.2026 in Washington (USA)
    FAQ

    Gaza oder doch mehr?:Worum es Trump mit seinem "Friedensrat" geht

    mit Video1:19