Spanien: Erneut Zugunglück mit einem Toten und Verletzten

Unfall nahe Barcelona:Erneut tödliches Zugunglück in Spanien

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Nur wenige Tage nach der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge gab es in Spanien erneut ein Zugunglück. Ein Zug stieß nahe Barcelona mit einer eingestürzten Mauer zusammen.

Einsatzkräfte arbeiten am Ort der Entgleisung eines Pendlerzuges in Gelida, Spanien.

Knapp drei Tage nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens ist nahe Barcelona erneut ein Zug entgleist. Der Lokführer kam ums Leben, mindestens 37 Menschen wurden verletzt.

21.01.2026 | 0:19 min

Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit mindestens 42 Todesopfern ist es in dem Land erneut zu einem tödlichen Unfall im Bahnverkehr gekommen.

In Katalonien ist am Dienstagabend ein Nahverkehrszug mit einer eingestürzten Mauer zusammengestoßen. Dabei wurde der Lokführer des Zuges getötet, teilte der regionale Rettungsdienst auf der Plattform X mit.

Insgesamt seien mindestens 37 Menschen verletzt worden, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Alle Fahrgäste seien aus dem Zug geborgen worden.

Ein Foto vom 19. Januar 2026 zeigt einen der beiden Züge, die am Vortag in Adamuz in Südspanien entgleist waren und dabei mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt haben.

Nachdem zwei Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien auf neu sanierter Strecke verunglückten, hat die Regierung Staatstrauer angekündigt und Aufklärung versprochen.

20.01.2026 | 2:19 min

Sturm ließ Mauer auf Gleise stürzen

Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen. 20 Krankenwagen und Dutzende Sanitäter sowie Helfer seien an der Unglücksstelle nahe dem Ort Gelida im Einsatz, teilte der Zivilschutz Kataloniens auf X mit. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer von der spanischen Metropole Barcelona entfernt.

Den Angaben zufolge war eine Stützmauer während eines heftigen Sturms mit starkem Regen auf die Gleise gestürzt und traf den Zug der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen.

Nah- und Regionalzugverkehr in Katalonien vorerst eingestellt

Nach dem Unglück bleibt der Nah- und Regionalzugverkehr in Katalonien vorerst eingestellt. Der staatliche Infrastrukturbetreiber Adif teilte mit, der Betrieb im Netz Rodalies de Catalunya bleibe ausgesetzt, bis die durch das Unwetter beschädigte Infrastruktur vollständig überprüft sei.

Zuvor war schon ein anderer Rodalies-Nahverkehrszug der Linie R2 weiter nördlich nahe dem Ort Blanes wegen eines Erdrutsches entgleist. Der Zug verlor eine Achse, über Verletzte wurde nichts mitgeteilt.

Der entgleiste Regionalexpress im Kreis Biberach liegt im Wald.

Im Juli war in Baden-Württemberg ein Zug nach einem Erdrutsch entgleist. Wie das Schienennetz der Bahn besser geschützt werden kann, erklärt Prof. Lukas Iffländer bei ZDFheute live.

28.07.2025 | 22:35 min

Alarmstufe Rot wegen Unwetter in Katalonien

Unterdessen konnten Rettungskräfte das Fahrzeug eines Mannes finden, das von Wassermassen in einem normalerweise trockenen Flusslauf bei dem Ort Palau-Sator mitgerissen worden war. In dem Auto sei ein Toter gefunden worden, bei dem es sich vermutlich um den Vermissten handele, teilte die Feuerwehr mit.

Die Behörden hatten in einigen Gebieten Kataloniens wegen des starken Sturms "Harry" mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde und starken Niederschlägen Alarmstufe Rot ausgerufen. Wegen meterhoher Wellen war auch gewarnt worden, sich auf keinen Fall Hafenmolen und Stränden zu nähern.

Zweites Zugunglück binnen weniger Tage

Am Sonntagabend kamen bei einem schweren Zugunglück in Andalusien mehr als 40 Menschen ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt. Rettungskräfte suchten am Dienstag weiterhin nach weiteren Opfern in den Trümmern.

Zerbrochene Scheiben eines verunglückten Zuges sind an der Stelle eines Zugzusammenstoßes in Adamuz zu sehen.

In Spanien werden nach der Zugentgleisung eines Hochgeschwindigkeitszuges weiter die Opfer des Unglücks identifiziert.

20.01.2026 | 0:26 min

Zur möglichen Ursache des Unglücks teilte die Regionalregierung Andalusiens mit, es würden ein Gleisschaden oder ein Fehler an einem der Züge nicht ausgeschlossen.

Quelle: dpa, AP, AFP, Reuters
Über dieses Thema berichtete die heute Xpress am 21.01.2026 um 08:00 Uhr.
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