Unfall nahe Barcelona:Erneut tödliches Zugunglück in Spanien
Nur wenige Tage nach der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge gab es in Spanien erneut ein Zugunglück. Ein Zug stieß nahe Barcelona mit einer eingestürzten Mauer zusammen.
Eine Stützmauer war dem spanischen Zivilschutz zufolge bei einem Sturm auf die Gleise gestürzt und hat den Unfall verursacht.
Quelle: APZwei Tage nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit mindestens 42 Todesopfern ist es in dem Land erneut zu einem tödlichen Unfall im Bahnverkehr gekommen.
In Katalonien ist am Dienstagabend ein Nahverkehrszug mit einer eingestürzten Mauer zusammengestoßen. Dabei wurde der Lokführer des Zuges getötet, teilte der regionale Rettungsdienst auf der Plattform X mit.
Insgesamt seien 37 Menschen verletzt worden, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Alle Fahrgäste seien aus dem Zug geborgen worden.
Nachdem zwei Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien auf neu sanierter Strecke verunglückten, hat die Regierung Staatstrauer angekündigt und Aufklärung versprochen.
20.01.2026 | 2:19 minSturm ließ Mauer auf Gleise stürzen
Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen. 20 Krankenwagen und Dutzende Sanitäter sowie Helfer seien an der Unglücksstelle nahe dem Ort Gelida im Einsatz, teilte der Zivilschutz Kataloniens auf X mit. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer von der spanischen Metropole Barcelona entfernt.
Den Angaben zufolge war eine Stützmauer während eines heftigen Sturms mit starkem Regen auf die Gleise gestürzt und traf den Zug der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen.
Zuvor war schon ein anderer Rodalies-Nahverkehrszug der Linie R2 weiter nördlich nahe dem Ort Blanes wegen eines Erdrutsches entgleist. Der Zug verlor eine Achse, über Verletzte wurde nichts mitgeteilt.
Im Juli war in Baden-Württemberg ein Zug nach einem Erdrutsch entgleist. Wie das Schienennetz der Bahn besser geschützt werden kann, erklärt Prof. Lukas Iffländer bei ZDFheute live.
28.07.2025 | 22:35 minAlarmstufe Rot wegen Unwetter in Katalonien
Unterdessen konnten Rettungskräfte das Fahrzeug eines Mannes finden, das von Wassermassen in einem normalerweise trockenen Flusslauf bei dem Ort Palau-Sator mitgerissen worden war. In dem Auto sei ein Toter gefunden worden, bei dem es sich vermutlich um den Vermissten handele, teilte die Feuerwehr mit.
Die Behörden hatten in einigen Gebieten Kataloniens wegen des starken Sturms "Harry" mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde und starken Niederschlägen Alarmstufe Rot ausgerufen. Wegen meterhoher Wellen war auch gewarnt worden, sich auf keinen Fall Hafenmolen und Stränden zu nähern.
Wintersturm "Elli" brachte Schnee, Regen und Glatteis. Bundesligaspiele wurden abgesagt, Schulen wurden geschlossen und die Bahn stellte teilweise den Fernverkehr ein.
10.01.2026 | 1:51 minZweites Zugunglück binnen weniger Tage
Am Sonntagabend kamen bei einem schweren Zugunglück in Andalusien mehr als 40 Menschen ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt. Rettungskräfte suchten am Dienstag weiterhin nach weiteren Opfern in den Trümmern.
In Spanien werden nach der Zugentgleisung eines Hochgeschwindigkeitszug weiter die Opfer des Unglücks identifiziert.
20.01.2026 | 0:26 minZur möglichen Ursache des Unglücks teilte die Regionalregierung Andalusiens mit, es würden ein Gleisschaden oder ein Fehler an einem der Züge nicht ausgeschlossen.
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