El Gordo-Panne: Gewinner gehen doch nicht leer aus

Nach Panne bei El Gordo:Spanien: Lotterie-Gewinner gehen doch nicht leer aus

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Einige Los-Gewinner der Weihnachtslotterie El Gordo im spanischen Villamanín wären durch eine Panne beinahe leer ausgegangen. Jetzt haben alle im Ort einen Kompromiss gefunden.

Zwei Kinder ziehen während der jährlichen Weihnachtslotterie El Gordo («Der Dicke») im Madrider Teatro Real die Lottozahlen. Im Hintergrund zwei Männer, dahinter eine rote Wand. Vorne zwei goldene große Gitterkugeln.

In Villamanín hatte ein privates Komitee mehr Anteilsscheine an Losen für die spanische Weihnachtslotterie verkauft, als sie eingekauft hatte. Der Gewinn soll jetzt trotzdem aufgeteilt werden.

27.12.2025 | 0:31 min

Nach dem Schock vieler Lotteriegewinner wegen einer schweren Panne beim Losverkauf in der spanischen Kleinstadt Villamanín hat es eine gütliche Einigung gegeben.

Jeder, der einen Anteilsschein auf das Los mit der Nummer des Hauptgewinns der spanischen Weihnachtslotterie besitzt, soll seinen Gewinn fast vollständig erhalten, berichteten spanische Medien übereinstimmend.

Mehr Lotto-Anteile verkauft als durch Gewinne gedeckt

In dem Ort hatte ein privates Festkomitee versehentlich mehr Anteilsscheine an offiziellen Losen verkauft, als es selbst eingekauft hatte. Eine Reihe "glücklicher" Gewinner wäre deshalb beinahe leer ausgegangen. Weshalb der Jubel am Montag in Villamanín über Gewinne in Höhe von fast 35 Millionen Euro bei der berühmten Weihnachtslotterie nur wenige Tage später in Entsetzen und Ärger umgeschlagen war.

El Gordo-Gewinner.

In Jahr 2016 hatten in Spanien vor allem ärmere Menschen aus einem Madrider Arbeiterviertel bei der Weihnachtslotterie El Gordo gewonnen - ein wunderbare Bescherung.

22.12.2016 | 1:50 min

Insgesamt gab es in der Gemeinde mit nur knapp 1.000 Einwohnern ungedeckte Gewinnerwartungen in Höhe von rund vier Millionen Euro. Damit doch alle etwas von dem Geldsegen abbekommen, verzichtete das Festkomitee nun auf einen Teil des Gewinns und alle anderen Losinhaber ebenfalls auf einen kleinen Teil ihres Anspruchs.

Gewinn-Kompromiss nach hitziger Versammlung

Dies sei bei einer mehr als dreistündigen hitzigen Versammlung der Losinhaber entschieden worden, berichteten die Regionalzeitungen "Diario de León" und "Leonoticias" sowie weitere Medien in ganz Spanien.

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Dass private Gemeinschaften und Vereine Anteilsscheine für wohltätige Zwecke verkaufen, ist in Spanien nicht unüblich. Ein ganzes offizielles Los kostet immerhin 200 Euro, ein Zehntellos gibt es für 20 Euro. Und die Vereine bringen ihre Stückelungen der Lose meist für fünf bis zehn Euro unter die Leute.

Entsprechend kleiner ist der Anteil dann an den Gewinnen, von denen ein Teil für einen guten Zweck vorgesehen ist. Dafür bleibt nun in Villamanín weniger übrig.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 27.12.2025 um 11:55 Uhr.
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