Polizei: Kein Terror, aber Vorsatz:Mehrere Tote bei Brand in Linienbus in der Schweiz
Beim Brand eines Busses sind in der Schweiz mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, die Polizei geht von Vorsatz aus. Der mutmaßliche Täter ist unter den Opfern.
Bei einem Busbrand in der Schweiz sterben sechs Menschen, fünf weitere werden verletzt. Ein Fahrgast hatte sich selbst angezündet.
11.03.2026 | 1:14 minIm Fall des Linienbus-Brandes mit sechs Toten in der Schweiz sehen die Ermittler derzeit keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund. Das sagte der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, Martial Pugin, im öffentlich-rechtlichen Radio RTS. Es werde jedoch vermutet, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handelt.
Der mutmaßliche Täter hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft wohl psychische Probleme. Der bei dem Feuer gestorbene Schweizer werde als Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft gelebt habe und "gestört" gewesen sei, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz.
Sechs Menschen starben bei einem mutmaßlich vorsätzlich verursachten Brand in einem Linienbus im Schweizer Kanton Freiburg. Laut einem Augenzeugen habe sich ein Mann selbst angezündet.
11.03.2026 | 1:51 minFünf weitere Menschen gestorben
Sechs Menschen kamen bei dem Brand in der Gemeinde Kerzers am Dienstagabend insgesamt ums Leben, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. Von den Verletzten seien noch zwei im Krankenhaus. Die Behörden machten keine Angaben dazu, wie viele Passagiere sich zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord des Busses befunden hatten.
In einem Linienbus ist es in der Schweiz zu einem tödlichen Brandinferno gekommen.
Quelle: epaPolizei geht von menschlichem Verschulden aus
Der Bus war gegen 18:30 Uhr an der Hauptstraße in Kerzers, das etwa 20 Kilometer westlich der schweizerischen Hauptstadt Bern liegt, in Brand geraten. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann sich selbst in Brand gesetzt hat. Augenzeugen berichteten, er habe sich zuvor mit Benzin überschüttet.
Passagiere seien aus dem brennenden Bus geflohen. Kein anderes Fahrzeug sei an dem Vorfall beteiligt gewesen.
Bus brannte völlig aus
In sozialen Medien kursierten Bilder von dem brennenden Bus. Meterhohe Flammen und eine Rauchsäule, die weit in den Himmel ragte, waren darauf zu sehen. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus. An der Straße war später nur noch das Metallgerippe des Busses zu sehen.
Vier Wochen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana rücken jetzt auch die örtlichen Behörden in den Fokus der Justiz: Ermittelt wird gegen Sicherheitsverantwortliche der Gemeinde.
30.01.2026 | 2:35 minMehrere Rettungswagen und ein Hubschrauber befanden sich am Einsatzort. Auf den Bildern sind zahlreiche Menschen zu sehen, die den brennenden Bus mit Handy-Kameras filmen. Es handelt sich um einen Bus des Unternehmens Postauto, das vor allem Linienverbindungen im ländlichen Raum anbietet.
Brandexperte: Menschen hatten fast keine Chance
Der Brandsachverständige Marcel Weber vermutet, dass sich das Feuer in dem Bus sehr schnell ausbreitete, sodass es "innerhalb der ersten zwei Minuten bereits zum Vollbrand des Buses kam".
Wir können hier von einer exponentiellen Brandausbreitung ausgehen.
Marcel Weber, Brandsachverständiger
Die verschiedenen Materialien in dem Bus - Schaumstoffe, Plastikteile oder Verbundfaserstoffe - haben nach Einschätzung Webers zu einer "massiven Rauchgasentwicklung" beigetragen. Diese Gase seien ab einer gewissen Temperatur ebenfalls brennbar und können einen sogenannten "Flashover", einen Feuerüberschlag, auslösen.
Nach der tödlichen Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana wurde bekannt: Die betroffene Bar war über Jahre nicht kontrolliert worden. Die Behörden sprachen von schwerem Versäumnis.
06.01.2026 | 1:26 minWeber arbeitet in NRW, steht aber in Kontakt zu anderen Sachverständigen in der Schweiz. Gegenüber ZDFheute analysiert der Berufsfeuerwehrmann: "Je nachdem wo der Brand entstanden ist, kann man davon ausgehen, dass die Personen grundsätzlich hier fast keine Chance hatten, mit geeigneten Schutzmaßnahmen diesen Bus zu verlassen."
Bundespräsident Parmelin zeigt sich bestürzt
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerte sich zu dem Vorfall. "Es schockiert und betrübt mich, dass erneut Menschen bei einem schweren Brand in der Schweiz ihr Leben verloren haben", sagte er auf der Plattform X.
Parmelin auf X
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Die Polizei teilte mit, die Staatsanwaltschaft habe eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, "um die genauen Umstände der Tragödie zu klären". Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden.
Vor etwas mehr als zwei Monaten waren in der Silvesternacht bei einem Brand in der Bar "Le Constellation" im Schweizer Skiort Crans-Montana 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt.
Es gibt Hilfe, auch in scheinbar ausweglosen Situationen. "Ich weiß nicht mehr weiter", "Ich kann nicht mehr": Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie unbedingt, mit jemandem darüber zu sprechen - egal, ob Familie, Freunde oder Menschen, die sich auf diese Themen spezialisiert haben.
Schnelle Hilfe: Telefonseelsorge (0800 111 0 111), Nummer gegen Kummer (116 111), im Notfall Polizei (110) oder Rettungsdienst (112) anrufen!
Die Gesellschaft für Suizidprävention führt eine Übersicht der Angebote auf ihrer Webseite www.suizidprophylaxe.de.
Lass Dir helfen - Freunde fürs Leben ist ein Verein, der Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Suizid und seelische Gesundheit aufklärt.
Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe (0800 33 44 533) - im Netz unter: www.deutsche-depressionshilfe.de
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