Indonesien: Zahl der Erbebenopfer steigt auf 51
Nach dem schweren Erdbeben vor der Küste Indonesiens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 51 gestiegen. Behördenangaben zufolge wurden mehr als 1.300 Häuser beschädigt.
Am Samstagmorgen hat ein starkes Erdbeben der Stärke 7,7 die Ostküste von Indonesien erschüttert. Mindestens 13 Personen wurden verletzt - 38 Menschen kamen dabei ums Leben.
15.08.2026 | 0:35 minBei einem schweren Erdbeben im Osten Indonesiens sind mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. Rund 5.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Der stellvertretende Regent des Bezirks Sikka, Simon Subandi, sagte dem Nachrichtensender KompasTV:
Fast alle Einwohner von Sikka trauten sich nicht, in den Häusern zu bleiben, weshalb sie auf Veranden oder in Zelten schliefen.
Simon Subandi, stellvertretender Regent von Sikka
Zwei Mal an einem Tag erschütterte ein starkes Beben die indonesische Küste. Am Samstagmorgen traf ein Erdbeben der Stärke 7,7 die Flores-Insel im Osten des südostasiatischen Landes. Am Samstagabend erschütterte ein Beben der Stärke 6,9 die Insel Sumatra im Westen des Landes, wie das US-Erdbebenzentrum (USGS) mitteilte.
Mehr als 1.300 Häuser beschädigt
Laut Behördenangaben wurden mehr als 3.500 Soldaten und Polizisten in die Region entsandt. Rettungskräfte konnten Teile der Hafenstadt Maumere erreichen, die durch Erdrutsche abgeschnitten waren.
Die meisten Vermissten seien unter Trümmern eingeschlossen. Zudem wurden mehr als 1.300 Häuser beschädigt.
Erdbeben: Panik auf der Insel Flores
Auf der Insel Flores stürzten Gebäude ein. Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Es folgten mehrere Nachbeben. Aufnahmen im lokalen Fernsehen zeigten, wie Patienten in mehreren Krankenhäusern vorsorglich aus den Gebäuden evakuiert wurden. Das Krankenhauspersonal brachte Betten, Infusionsständer und Sauerstoffflaschen ins Freie und behandelte dort provisorisch.
Der Polizeichef der Provinz Ost-Nusa Tenggara, Rudi Darmoko, teilte mit, wegen Stromausfällen sei es noch schwierig, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen.
In Indonesien ist zwischen den touristischen Inseln Bali und Lombok eine Fähre in Brand geraten. Laut der Hafenbehörde konnten die meisten Menschen evakuiert werden und es gab keine Opfer.
12.08.2026 | 0:14 minTsunami-Warnung wieder aufgehoben
Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus, hoben sie inzwischen aber wieder auf. Die Einwohnerin Yohanna Embu aus Sikka berichtete, mehrere Gebäude seien beschädigt worden. "Ich habe gesehen, dass der Warteraum am Hafenterminal in Maumere eingestürzt ist", sagte sie. Einwohner seien auf höher gelegenes Gelände geflohen.
Der Erdbebenherd lag laut USGS in nur zehn Kilometern Tiefe. Derart flache Erdbeben wirken oft zerstörerischer als solche in größerer Tiefe, weil die Energie der Erschütterungen dann relativ ungebremst an der Erdoberfläche wirkt. Gleichzeitig ist die Fläche kleiner, die sie verwüsten können. Tiefe Erdbeben verlieren dagegen einen Teil ihrer Energie auf dem Weg zur Erdoberfläche.
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