Update am Morgen: Erfolg bleibt Chefsache

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Update am Morgen:Erfolg bleibt Chefsache

von Peter Kunz

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ZDFheute Update - Peter Kunz


Guten Morgen,

aus Wolfsburg - wo der Tag früh beginnt im Wettlauf gegen den Abstieg. Volkswagen-Chef Oliver Blume hat gebeten, dass wir um 7:15 Uhr für das verabredete Interview mit ihm am Werkstor stehen, um dort abgeholt zu werden. Der VW-Konzern gibt heute seine Halbjahreszahlen bekannt. Und Deutschlands mächtigster Automanager wird aus dem Zahlenwerk das Beste herausdeuten, auch wenn ihm der Wind ins Gesicht bläst.

"Oli", wie er sich in Wolfsburg gern ansprechen lässt, hat derzeit den schwersten Job in Deutschlands Industrie: Zu teuer, zu wenig flexibel in dieser Umbruchzeit, zu lange und zu borniert erfolgsverwöhnt - aus dieser Sackgasse muss Volkswagen raus. Die Republik hängt schließlich an vier Rädern, BMW und Mercedes eingerechnet, wo der Motor auch stottert. Werksschließungen bei VW ohne eine Alternative für die Beschäftigten wären ein Killer, ökonomisch wie politisch.

Autokrise

ZDF-Morgenmagazin, 10.07.2026, ab 05:30 Uhr

10.07.2026 | 2:32 min

Volkswagen ist durch die öffentliche Beteiligung des Landes Niedersachsen in einer Sondersituation. Betriebsräte und Politik entscheiden mit über die Firmenstrategie und engen die Macht der Vorstandsvorsitzenden damit ein. Auch "der Oli" weiß das. Der Daueralarm zum schlechten Gesundheitszustand hat so auch eine strategische Komponente: Nicht nur Großaktionäre wie die Familien Porsche und Piech sähen gern, dass bei einer Notoperation an der Konzernstruktur ein Stück öffentliche Mitsprache herausgeschnitten würde.

Dabei könnte doch gerade in der Krise das spezielle VW-Korsett von Kapital und Arbeit die "Karre" stabil halten. Mit den Autos ist es wie beim Fußball: Weltmeister war vorgestern. Ärmel hochkrempeln ist angesagt, bei den Chefs angefangen. Am Vormittag wird auch Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer präsentiert.

Kommen Sie gut durch den Tag!

Ihr Peter Kunz, Leiter des ZDF-Landesstudios Niedersachsen

Was im Nahen und Mittleren Osten passiert ist

Erneute Angriffe der USA auf Iran: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die 13. Nacht in Folge Raketenangriffe auf Iran geflogen. Ziel der Angriffe seien iranische Militär-Kommandozentralen, Drohnenlager, Kommunikationsnetze, Standorte zur Küstenüberwachung und maritime Kapazitäten gewesen. Damit solle die Bedrohung durch Iran für die zivile Schifffahrt und Handelsschiffe in der Straße von Hormus weiter verringert werden. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an verschiedenen Orten, bei denen vier Menschen getötet und mindestens sieben weitere verletzt wurden.

Trump will iranische Gelder für Schiffsreparaturen nutzen: US-Präsident Donald Trump hat die Nutzung eingefrorener iranischer Gelder für Reparaturen an im Krieg beschädigten Schiffen angekündigt. Unklar blieb, auf welcher rechtlichen Grundlage Trump auf die Gelder zugreifen und sie ausgeben könnte.

Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf saudi-arabische Schiffe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer "auf das Schärfste" verurteilt. In einer Mitteilung mahnt der Kanzler, die Angriffe müssten "unverzüglich" eingestellt werden. "Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel", so Merz.

Deutsche Marineschiffe werden ins Mittelmeer verlegt: Die deutsche Marine zieht sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums angesichts der "volatilen politischen Lage" vorerst aus der Golfregion zurück. Die Bundesregierung habe beschlossen, das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" "in den kommenden Tagen in das östliche Mittelmeer zu verlegen". Ein Verbleib der deutschen Marineschiffe in der Region stelle angesichts "eines nicht absehbaren zeitnahen Einsatzbeginns" eine "vermeidbare Belastung der technischen Systeme" dar.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.

Was im Ukraine-Krieg passiert ist

IAEA: "Militäraktivitäten" stören Wasserversorgung am AKW Saporischschja: Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) beeinträchtigen "militärische Aktivitäten" die Wasserversorgung von Teilen des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja. Der Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, teilt mit, Angriffe in und um die Stadt Enerhodar, in der viele Mitarbeiter des Kraftwerks leben, hätten die örtliche Strominfrastruktur getroffen.

Russische Gleitbomben: Viele Verletzte in Slowjansk: Russische Gleitbomben haben mindestens 14 Menschen in der Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine verletzt. Sieben Wohnblocks seien beschädigt worden, schrieb der ukrainische Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram. Demnach schlugen die beiden Gleitbomben in einem Wohnviertel der frontnahen Stadt ein.

Ex-Verteidigungsminister will zurück ins Amt: Vor dem Hintergrund neu angekündigter Proteste besteht der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Fedorow auf seiner Rückkehr ins Amt. "Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte", sagte Fedorow vor Journalisten. Er sei deshalb mit keinem anderen Amt als dem des Verteidigungsministers einverstanden. 

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Was heute noch wichtig ist

Gedenken in Ansbach: Zehn Jahre nach dem Anschlag von Ansbach wird heute in der mittelfränkischen Stadt an die Tat erinnert. Ein islamistischer Attentäter hatte 2016 vor einem Musikfestival einen Sprengsatz gezündet und 15 Menschen verletzt. Der Anschlag war Teil einer Serie von Gewalttaten, die Deutschland und Europa damals erschütterten.

Wer folgt auf UN-Generalsekretär António Guterres? In New York stellen sich heute die Kandidatinnen und Kandidaten für das höchste Amt der Vereinten Nationen einer Debatte. Im Fokus stehen ihre Konzepte für die Zukunft der UN - in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen.

Sportlich in den Tag

DFB stellt neuen Bundestrainer vor: Für 11 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt, bei der der Deutsche Fußball-Bund aller Voraussicht nach Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer vorstellen wird.

Zweiter Tag der Finals: Das Multi-Sport-Event geht in den zweiten Wettkampftag. Auch heute sehen Sie viele Wettkämpfe aus Hannover wieder bei uns im Livestream - unter anderem im Rudern, Ju-Jutsu, Beachvolleyball und vielen weiteren Sportarten.

Sportstudio: Kompakt

ZDF sportstudio, 23.07.2026, 16:24 Uhr

23.07.2026 | 5:58 min

Zahl des Tages

90 Tage nach dem "White House Correspondents' Dinner" in den USA findet heute (24 Uhr MESZ) der Nachholtermin statt. Das Gala-Dinner mit der US-Hauptstadtpresse, bei dem Donald Trump eine Rede halten sollte, wurde Ende April abgebrochen und dann verschoben. Ein bewaffneter 31-Jähriger hatte in dem Hotel, in dem das Abendessen in Anwesenheit Trumps abgehalten wurde, eine Sicherheitsschleuse gestürmt. Er erreichte den Ballsaal nicht, es fielen jedoch Schüsse. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen.

Ein Lichtblick

Der Süd-Pudu, der in den Bergwäldern der südamerikanischen Anden lebt, gehört zu den kleinsten Hirschen der Welt und ist bedroht: Der Kölner Zoo freut sich über das Süd-Pudu-Baby "Yenai".

Das Pudu steht auf Rasen.

ZDFheute Xpress, 23.07.2026, 21:18 Uhr

23.07.2026 | 0:55 min

Gesagt

Dann wird es langsam bedrohlich - für alle.

Kathrin Sustrate, Tochter einer Pflegebedürftigen

Immer mehr Pflegebedürftige können Eigenanteile nicht zahlen und benötigen Sozialhilfe - die Pflegereform könnte das noch verschärfen. Was Betroffene aus ihrem Alltag schildern:

Pflege

ZDF-Morgenmagazin, 23.07.2026, ab 05:30 Uhr

23.07.2026 | 2:40 min

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

heute Xpress

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

24.07.2026 | 2:50 min

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So wird das Wetter heute

Heute scheint die Sonne im gesamten Süden und in der Mitte von einem wolkenlosen oder nur locker bewölkten Himmel. Im Norden halten sich noch dichtere Wolken und vor allem im Nordwesten bleibt es wahrscheinlich bis zum Abend trüb. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad an der Nordsee und 30 Grad am Oberrhein.

ZDFHeuteWetter - Freitag 24.07.2026

Quelle: ZDF

Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.

Zusammengestellt von Torben Heine.

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