Update am Abend: Rhein als Sorgenkind und Bundeswehr-Millionen

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Update am Abend:Sorgenkind Rhein, sturer Infantino, Bundeswehr-Millionen

von David Metzmacher

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David Metzmacher


Guten Abend,

das anhaltende Niedrigwasser hat bereits gravierende Folgen für die Wirtschaft - und womöglich könnte der Rhein bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein. Ein Ökonom kritisiert die Investitionsentscheidungen der Bundeswehr unter Verteidigungsminister Pistorius. Und: Die Kritiker von FIFA-Boss Infantino lassen nicht locker. Der Tag.

Rhein bald nicht mehr durchgängig befahrbar?

  • Das ist passiert: Hitze und kaum Niederschläge - das Niedrigwasser im Rhein hält weiter an. Nun will auch Baden-Württemberg das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aussetzen. Zuvor waren Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland diesen Schritt gegangen. Laut dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) könnte der Pegelstand sogar weiter sinken und der Fluss bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein, eine Zweiteilung droht.
  • Das sagt der Verkehrsminister: Steffen Bilger (CDU) hat angesichts dessen vor einer Verschärfung der Lage gewarnt. Die Folgen des Niedrigwassers von Rhein, aber auch Elbe und Donau seien "schon jetzt spürbar". Eine Rheinteilung sei "natürlich nochmal eine weitere Verschärfung".
  • Das sagt ZDF-Korrespondent Christopher Heinze zu den wirtschaftlichen Folgen einer Teilung des Rheins: "Wenn gar kein Schiff mehr fahren würde - alles auf die Schiene oder auf die Straße zu bringen, das wäre schon ein ganz enormer Kraftakt. So richtig weiß niemand, ob das überhaupt funktioniert."
Mittelrheintal: Kaub: Die Zollburg Pfalzgrafenstein, mitten im Rhein ist vom extremen Niedrigwasser umgeben.

heute Xpress, 10.08.2026, 09:00 Uhr

10.08.2026 | 0:23 min

Wackelt Infantino?

  • Das ist passiert: Die Kritiker von FIFA-Boss Gianni Infantino wollen den Druck auf ihn steigern. In einem offenen Brief fordern die Dachverbände von Europa (UEFA), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (Concacaf) einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes.
  • Das ist der Hintergrund: FIFA-Chef Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Nach riesiger Empörung musste er sein Vorhaben wieder begraben. Seitdem tobt ein Machtkampf.
  • Das sagen die Verbände: "Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war - nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau den Institutionen, denen die FIFA zu dienen verpflichtet ist."

Vergangene Woche noch hatte Infantino seine Führungsriege demonstrativ auf sich eingeschworen und seinen Kritikern gedroht:

Trotz heftiger Kritik an den jüngsten Investorenplänen bleibt Gianni Infantino (m) Präsident des Weltfussballverbands FIFA.

heute, 10.08.2026, 19:00

06.08.2026 | 1:11 min

Verpuffte Rüstungsmilliarden?

  • Das ist passiert: Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), wirft Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) falsche Akzente bei Rüstungs-Investitionen vor. Statt die 700 Milliarden Euro, die bis 2030 für die Modernisierung der Bundeswehr zur Verfügung stünden, in moderne Waffensysteme zu investieren, setze der Minister auf veraltete Technologien.
  • Das fordert Schularick konkret: "Statt auf mehr Soldaten, mehr bemannte Fahrzeuge und mehr Kasernen müssen wir - wo immer möglich - auf KI, Robotik, Drohnen und Satellitentechnik setzen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius in Uniform auf einer Panzerhaubitze 2000 am 16.03.2025.

ZDFheute Xpress, 10.08.2026, 11:34 Uhr

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