"Grundlegender Vertrauensbruch":Offener Brief: Verbände werfen Infantino Täuschung vor
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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und seine Verbündeten haben im Streit mit Gianni Infantino nachgelegt. In einem offenen Brief erhöhen sie den Druck auf den FIFA-Boss weiter.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (l.) wirft Gianni Infantino Vertrauensbruch vor. (Archivbild)
Quelle: dpaDie Gegner von Gianni Infantino wollen den Druck auf den angezählten Präsidenten der FIFA hochhalten. In einem offenen Brief wandten sich die Dachverbände von Europa (UEFA), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (Concacaf) gemeinsam an die Öffentlichkeit.
FIFA-Chef Gianni Infantino hat die Führungsriege demonstrativ auf sich eingeschworen. Gleichzeitig drohte er seinen Kritikern - auch dem europäischen Verband.
06.08.2026 | 1:11 minDie Kontinentalverbände fordern weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes. In dem Schreiben, das von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, AFC-Boss Salman bin Ibrahim al-Chalifa und Concacaf-Chef Victor Montagliani unterzeichnet ist, heißt es:
Führung im Fußball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu haben - oder ihre Ausübung einzufordern. Sie ist eine Verpflichtung zum Dienst an der Fußball-Familie, die einem ihr Vertrauen schenkt.
Offener Brief der Kontinentalverbände
Vorwurf der Täuschung
"Wenn dieses Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich jemand über das Kollektiv stellt, das ihn mit Verantwortung betraut hat, wurde diese Verpflichtung aufgegeben", kritisieren die drei Dachverbände. Infantino steht massiv in der Kritik, bis hin zu Rücktrittsforderungen. Der FIFA-Boss wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Nach riesiger Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben.
Seitdem tobt ein Machtkampf im Fußball. In dem Brief wurde der Alleingang Infantinos bei seinen Plänen scharf kritisiert. "Ein Vorschlag, der in einem stark verkürzten Zeitrahmen vorangetrieben, ohne ernsthafte Konsultation erarbeitet und bis zu einer Frist angeschoben wurde, noch bevor die Mitgliedsverbände die Bedingungen angemessen prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens - sondern Ausdruck eines bewussten Vorgehens, um eine Überprüfung einzuschränken", heißt es.
Nachdem FIFA-Chef Gianni Infantino geplant hatte, WM-Rechte an Investoren zu verkaufen, kam es zu internationaler Kritik. Der Fußball-Verband versicherte ihm nun uneingeschränkte Unterstützung.
06.08.2026 | 0:22 minVerbände: "Grundlegender Vertrauensbruch"
Ceferin & Co. bezogen sich dabei auf ein Schreiben der FIFA, in dem Fehler bei den Investorenplänen eingeräumt wurden. "Es wurde nicht anerkannt, dass der Vorschlag an sich grundlegend falsch war. Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war - nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau den Institutionen, denen die FIFA zu dienen verpflichtet ist", schreiben die Dachverbände.
Die drei Verbandschefs um Ceferin schlossen ihren Brief mit einem Appell an die sogenannte Fußball-Familie:
Die Stärke des Fußballs lag stets in seiner Einheit. Wir rufen dazu auf, diese Einheit nun zu wahren - und für eine Führung einzustehen, die dem Fußball dient, statt ihn beherrschen zu wollen.
Offener Brief der Kontinentalverbände
Die Rufe nach einem Neuanfang beim Fußballweltverband werden lauter. Nach dem gescheiterten Vorhaben, Anteile der FIFA-Turniere an private Investoren zu verkaufen, scheint das Aus Infantinos denkbar.
03.08.2026 | 2:00 minSie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel.
Quelle: dpa, SID
Über das Thema berichtete das ZDF u.a. in dem Beitrag "Infantino bleibt an FIFA-Spitze" vom 06.08.2026 um 19:00 Uhr.
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