"Bedingungen nicht erfüllt":UEFA hält an Boykott-Androhung für FIFA-Turniere fest
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Gianni Infantino bleibt nach einem Krisentreffen der FIFA im Amt. Doch auch der Widerstand der UEFA ist ungebrochen - diese hält die Boykott-Androhung für die WM aufrecht.
Die UEFA um ihren Chef Ceferin (links) macht weiter Druck auf die FIFA und Infantino (rechts).
Quelle: Imago / PA Images / Nick PottsDie Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für eine Öffnung der WM gegenüber externen Investoren hält die UEFA an ihrer Boykott-Androhung der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung vom Donnerstag hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren.
Das Krisentreffen der FIFA, bei dem der angeschlagene Präsident des Weltverbands am Mittwochabend die Unterstützung seines Führungszirkels erhielt, habe nichts an ihrer Position geändert, teilte die UEFA mit. Die Unterstützungs-Erklärung für Infantino stamme von "einigen Personen, die vom FIFA-Präsidenten beschäftigt werden und deren Karriere von seinem Wohlwollen abhängt".
UEFA hält Boykottandrohung aufrecht
Die Drohung, vorerst nicht mehr an FIFA-Wettbewerben teilzunehmen, bleibt laut UEFA bestehen. Es seien nicht die Voraussetzungen erfüllt, um sie zurückzunehmen, hieß es vom Kontinentalverband. "Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden."
Diese Bedingungen wurden nicht erfüllt.
UEFA
Die Zeichen stehen somit auf weitere Eskalation, denn die FIFA und ihr Alleinherrscher Infantino hatten nach einem angedeuteten Fehlereingeständnis schnell zum Gegenangriff auf die Kritiker ausgeholt. "Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen", drohte der Weltverband.
FIFA-Boss Infantino sorgt wieder für Wirbel – er wollte den Weltfußball für private Investoren öffnen. Die UEFA ist entsetzt.
29.07.2026 | 1:57 minSüdamerikanischer Fußball-Verband äußert "Besorgnis"
Infantino, der bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wiederwahl im März 2027 ist, steht seit der überraschenden Vorstellung des inzwischen zurückgezogenen Investorenplans in der vergangenen Woche massiv in der Kritik. Besonders die UEFA und der nord- und mittelamerikanische Kontinentalverband CONCACAF hatten sich entschieden gegen das Vorhaben gestellt.
Auch der südamerikanische Verband CONMEBOL, der für gewöhnlich dem Lager der Infantino-Unterstützer zuzurechnen ist, äußerte am Donnerstag "Besorgnis über die wiederholten Alleingänge" in der FIFA. Weiter beklagte der Kontinentalverband in seiner Stellungnahme: "Innerhalb weniger Tage rückte der Fußball von einem außerordentlichen sportlichen Ereignis, das weltweit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, hin zu einer öffentlichen Debatte über Fragen seiner Governance."
Gianni Infantinos Investorenpläne sind gekippt, sein Image heftig angekratzt. Mehrere Verbände haben dem FIFA-Boss das Vertrauen entzogen und fordern Konsequenzen.
02.08.2026 | 2:09 minSie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel.
Quelle: SID, dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, zum Beispiel am 06.08.2026 ab 17:00 Uhr.
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