Update am Morgen:"Happy Kadaver" - oder warum heute viele frei haben
von Meike Srowig
Guten Morgen,
sollten Sie heute aus dem Norden der Republik versuchen, einen Kollegen in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen (und auch in einzelnen Landkreise in Sachsen und Thüringen) anzurufen: Lassen Sie es sein. Der Kollege hat Feiertag. Und vermutlich brauchen Sie auch morgen nicht anzurufen, denn da hat er eventuell noch einen Brückentag genommen.
Man kann sich das Raunen in den "nördlichen" Büros schon vorstellen: Wie heißt dieser Feiertag noch mal? Fronleichnam - "Happy Kadaver" oder wie? Warum braucht man den eigentlich, wir können doch auch ohne?
Ja, so ist das mit den Feiertagen in Deutschland. Jedes Bundesland handhabt das etwas anders. Und ja, es ist wahr, in Bayern gibt es die meisten Feiertage, nämlich 13 (sogar 14 in Augsburg).
Und um was geht es heute? Fronleichnam ist einer der höchsten katholischen Feiertage. Mit Leichen hat er gar nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um Mittelhochdeutsch und bedeutet so viel wie: "dem Herrn gehörender Leib" oder "Leib des Herrn". Es bezieht sich darauf, dass Jesus Christus im Abendmahl weiterhin gegenwärtig ist, symbolisiert in Brot und Wein.
Eine reine Glaubenssache also, die in den überwiegend katholischen Bundesländern heute an vielen Orten mit Gottesdiensten oder auch Prozessionen gefeiert wird.
16.06.2022 | 1:35 min
So weit, so gut. Aber brauchen wir den Feiertag? Die Diskussion kommt in regelmäßigen Abständen auf, wenn es darum geht, wie man die deutsche Wirtschaft wieder antreiben könnte. Zunächst einmal: Wir sind weltweit mit unseren bis zu 13 Feiertagen absoluter Durchschnitt. Klar, wirtschaftlich wollen wir das nicht sein, aber reißt es jetzt ein Feiertag weniger raus? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Ein zusätzlicher Arbeitstag entspricht laut dem Institut der deutschen Wirtschaft 0,4 Prozent der Arbeitszeit. Oder anders ausgedrückt: Er bringt bis zu 8,6 Milliarden Euro.
Gegner argumentieren, dass die Arbeit vor- oder nachgeholt wird und es dadurch zu gar keinen Einbußen kommt. Vielmehr sind die Arbeitnehmer motiviert durch die Erholung. Wenn es um die Abschaffung von Feiertagen geht, dann wird immer wieder Pfingstmontag genannt oder auch der 1. Mai: Feiertage eben, die es bundesweit gibt. Fronleichnam kam da bisher nur am Rande zur Sprache. Und sehr häufig verebbt die Diskussion auch ganz schnell wieder, denn die Abschaffung eines Feiertags ist vor allem eins: eine sehr emotionale Geschichte!
Genießen Sie den Tag - egal, ob Sie arbeiten oder heute frei haben!
Meike Srowig, stellvertretende Leiterin des ZDF heute journal
Was im Nahen Osten passiert ist
Israel und Libanon einigen sich auf Umsetzung von Waffenruhe: Nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in der US-Hauptstadt Washington hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Staaten, die Waffenruhe sei unter anderem abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel.
US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Iran-Krieg: Das US-Repräsentantenhaus will mit einer Kriegsbefugnis-Resolution Trumps Macht im Iran-Krieg einschränken. Die Maßnahme gilt jedoch als weitgehend symbolisch.
Iran bestätigt: Kontakte zu USA nicht abgerissen: "Die Kommunikation mit den Amerikanern wurde nicht abgebrochen", sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi. Demnach wurden "Botschaften hinsichtlich der Notwendigkeit ausgetauscht, die Aggression gegen Beirut zu beenden". Im Verhandlungsprozess seien jedoch "keine greifbaren Fortschritte erzielt" worden.
Hisbollah setzt Attacken auf Israel fort: Die pro-iranische Hisbollah hat ihre Angriffe auf Israel fortgesetzt. Die Miliz teilte mit, sie habe Israels Norden mit einer "Raketensalve" angegriffen. Auch im Süden des Libanons seien israelische Soldaten angegriffen worden. Die israelische Armee teilte ihrerseits mit, sie habe ein "feindliches Fluggerät" sowie zwei vom Libanon aus in den israelischen Luftraum eingedrungene Geschosse abgefangen.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.
Was im Ukraine-Krieg passiert
Ukraine ist einen Schritt näher an der EU-Mitgliedschaft: Die Europäische Union hat den Weg für ein Vorankommen bei der EU-Mitgliedschaft der Ukraine geebnet. Zudem hat sich Ungarn mit der Ukraine in der Minderheitenfrage geeinigt.
Ukraine greift Ziele in St. Petersburg mit Drohnen an: Vor dem Wirtschaftsforum hat die Ukraine St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Zu dem Treffen erwartet Kremlchef Putin Vertreter aus vielen Ländern - auch AfD-Politiker.
Bericht: Europäer arbeiten an Verhandlungsplänen für Ukraine: Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien arbeiten einem Medienbericht zufolge gemeinsam mit der Regierung in Kiew an Plänen, um Russland in Verhandlungen zur Beendigung des Krieges einzubinden. Sie erörtern demnach die Möglichkeit von Gesprächen und tauschen sich darüber mit der ukrainischen Seite aus, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.
Was heute noch wichtig ist
EUGH beschäftigt sich mit Asylleistungen / EU-Innenminister beraten über Schutzstatus von ukrainischen Geflüchteten / Obduktion von Buckelwal Timmy
04.06.2026 | 0:56 minWadephul reist nach Mexiko: Außenminister Johann Wadephul reist nach seinem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York zu einem zweitägigen Besuch nach Mexiko weiter. Nach einem Treffen mit Außenminister Roberto Velasco will Wadephul mit diesem eine Sitzung der deutsch-mexikanischen binationalen Kommission leiten. Dabei sollen zentrale Themen der bilateralen Zusammenarbeit besprochen werden.
EuGH urteilt zu Leistungen für abgelehnte Asylbewerber: Es geht um die Frage, welche Leistungen abgelehnte Asylbewerber erhalten müssen. Hintergrund ist ein Fall aus Deutschland. Die Behörden lehnten den Asylantrag eines Afghanen ab und ordneten seine Abschiebung nach Rumänien an, weil er dort bereits Asyl beantragt hatte. Wegen der Ausreisepflicht wurden ihm gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz weniger Sachleistungen bewilligt. Dagegen klagte der Mann.
Ausführlich informiert
ZDFheute live, 03.06.2026, 17:50 Uhr.
03.06.2026 | 30:11 minSport
Kann ein afrikanisches Team wieder ins WM-Halbfinale vorpreschen? So stehen die Chancen der Teams vor der Fußball-Weltmeisterschaft.
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Der Tag wird kommen, an dem es in Russland Alltag sein wird, die Wahrheit zu sagen und für die Gerechtigkeit zu kämpfen.
Alexej Nawalny, russischer Aktivist
Diese Hoffnung äußerte einst der russische Aktivist und Menschenrechtler Alexej Nawalny, der im Februar 2024 in einem russischen Straflager starb. Er wäre heute 50 Jahre alt geworden.
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03.06.2026 | 2:14 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Am Donnerstag ist es anfangs im Osten und Südosten noch freundlich. Von Westen breiten sich im Tagesverlauf Schauer und teils kräftige Gewitter aus, die bis zum Abend auch den Osten erreichen. Lokal können auch Unwetter dabei sein mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Im Süden regnet es länger anhaltend. Die Höchstwerte erreichen 17 bis 25 Grad.
Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von der ZDFheute-Redaktion.
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