ChatGPT-Entwickler OpenAI stellt Video-KI Sora ein

Milliarden-Investment wohl geplatzt:ChatGPT-Entwickler OpenAI stellt Video-KI Sora ein

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Mit "Sora" revolutionierte OpenAI die Produktion von KI-Videos - nun zieht der ChatGPT-Entwickler der App den Stecker. Die Firma will sich verstärkt auf KI-Agenten konzentrieren.

 Das Symbol der App Sora des ChatGPT-Entwicklers OpenAI ist auf dem Display eines iPhones zu sehen.

Täuschend echt aussehende Umgebungen und Personen können durch Sora produziert werden. Jetzt soll die KI-Video-App eingestellt werden, Gründe für das Ende hat OpenAI offiziell noch nicht genannt.

25.03.2026 | 0:44 min

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte US-Unternehmen OpenAI stellt seine Video-Anwendung Sora ein. Die Firma machte keine Angabe, weshalb und wann genau die App offline genommen wird.

OpenAI teilte am Dienstag im Onlinedienst X lediglich mit:

Wir verabschieden uns von Sora. Allen, die mit Sora Inhalte erstellt, geteilt und eine Community darum aufgebaut haben: Vielen Dank! Wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist.

Mitteilung von OpenAI

Details dazu, wie Nutzer ihre Arbeiten sichern können, sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Klappe fällt für Video-App Sora - Fokus auf KI-Agenten?

Dem "Wall Street Journal" zufolge kündigte OpenAI-Chef Sam Altman den Mitarbeitern die Änderungen erst am Dienstag an. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass die für Apps zuständige OpenAI-Managerin Fidji Simo den Beschäftigten in diesem Monat mitgeteilt habe, dass diese sich nicht von "Nebenaufgaben" ablenken lassen dürften.

In dieser Fotoillustration wird die Startseite von Sora, der künstlichen Intelligenz für Videos von OpenAI, auf einem Smartphone-Bildschirm angezeigt, mit dem OpenAI-Logo im Hintergrund.

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Immer wieder skizzierte OpenAI in den vergangenen Wochen aber auch einen Vorstoß in Richtung sogenannter KI-Agenten - also Systeme, die autonom auf Computern arbeiten können, um Software zu schreiben, Daten zu analysieren oder andere Aufgaben zu übernehmen. Der verstärkte Fokus auf KI-Agenten dürfte zu den Hauptgründen der Sora-Einstellung zählen.

OpenAI unter Druck von Anthropic und Google

In US-Medienberichten war die Rede davon, dass OpenAI die Konkurrenz von Rivalen wie Anthropic und Google zu spüren bekomme und sich deshalb stärker auf das potenziell lukrative Geschäft mit Unternehmen konzentrieren wolle.

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Dies ist insbesondere relevant, weil sich das Unternehmen zunehmend mit Fragen zur Tragfähigkeit seines bisherigen Geschäftsmodells konfrontiert sieht. Die Kosten des ChatGPT-Entwicklers steigen derzeit schneller als die Einnahmen, obwohl weltweit fast eine Milliarde Menschen die Dienste von OpenAI nutzen. Immerhin: In der kommenden Woche soll Insidern zufolge eine weitere Finanzierungsrunde über zehn Milliarden Dollar abgeschlossen werden.

Milliarden-Lizenzdeal mit Disney wohl hinfällig

Die erstmals 2024 vorgestellte Sora-Software erregte viel Aufsehen und wurde zum Teil als zukunftsweisend für das Videogeschäft bezeichnet, da sie mit Hilfe von Texteingaben und künstlicher Intelligenz mit geringem Aufwand realistisch anmutende Videos erstellen konnte.

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Dem "Hollywood Reporter" zufolge wirkt sich das Aus auch auf eine milliardenschwere Vereinbarung von OpenAI mit dem US-Unterhaltungskonzern Disney aus, die unter anderem die Lizenzierung beliebter Zeichentrickfiguren für die Erstellung von Videos beinhaltet hatte. "Wir respektieren die Entscheidung von OpenAI, sich aus dem Geschäft mit der Videogenerierung zurückzuziehen und seine Prioritäten anderweitig zu setzen", zitierte die Zeitschrift einen Disney-Sprecher.

Quelle: AFP, Reuters, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "OpenAI stellt seine KI-Video-App Sora ein" am 25. März 2026 um 12.47 Uhr.

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