Elon Musk greift Mobilfunk an: Telekom-Aktie bricht ein

Starlink-Mobilfunk aus dem All:Elon Musk schickt Telekom-Aktien auf Talfahrt

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Mit Starlink will SpaceX künftig Mobilfunk direkt aus dem All anbieten. An der Börse sorgt das für Unruhe: Telekom-Aktien stürzen ab.

Elon Musk

Elon Musk will über Starlink bald Handy-Verträge anbieten.

Quelle: AP Photo / Julia Demaree Nikhinson

Tech-Milliardär Elon Musk greift mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX im Mobilfunkmarkt an. In den USA vereinbarte SpaceX den Kauf eines landesweiten Portfolios an Mobilfunkfrequenzen. Damit kann SpaceX über seinen Satellittenanbieter Starlink für flächendeckendes Handynetz sorgen, selbst in den entlegensten Winkeln des Landes. Bislang ist Starlink dafür meist auf Kooperationen mit klassischen Anbietern wie T-Mobile angewiesen. An der Börse stürzten daraufhin mehrere Telekommunikations-Aktien ab, darunter auch die der Deutschen Telekom und ihrer Tochter T-Mobile US.

Schon jetzt stellt Starlink schnelles Internet aus dem All bereit und versorgt damit unter anderem die Ukraine mit Netz. Künftig sollen per Starlink-Handyvertrag Mobilfunkverbindungen direkt aus dem All auf Smartphones angeboten werden.

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Mit dem Kauf der Niedrigfrequenzen überwindet Musks Firma eine der größten technischen Hürden für satellitengestützte Mobilfunknetze. Sie sollen das bestehende globale Zwei-Gigahertz-Spektrum von Starlink Mobile ergänzen, das für hohe Bandbreiten ausgelegt ist. Musk selbst kommentierte den "Deal" auf X mit den Worten:

Dies ist das letzte entscheidende Puzzleteil, das SpaceX benötigt, um in Amerika eine flächendeckende Mobilfunkversorgung zu gewährleisten.

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Telekom-Aktie: Kurs bricht ein

An der Börse sorgte der Vorstoß für Unruhe: Aktien der Deutschen Telekom verloren bis zum Freitagvormittag rund 7,5 Prozent. Der Kurs von AT&T fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um rund sieben Prozent, für Papiere der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US und von Verizon ging es jeweils um mehr als sechs Prozent abwärts.

Investoren befürchten einen aggressiven Preiskampf auf dem ohnehin gesättigten US-Mobilfunkmarkt. "Wir gehen davon aus, dass SpaceX ein äußerst attraktives Paket aus Starlink-Breitband und -Mobilfunk anbieten wird", schrieben die Analysten des Research-Hauses William Blair. Sie hielten es sogar für möglich, dass die Künstliche Intelligenz (KI) "Grok" der SpaceX-Sparte xAI darin enthalten sein werde.

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Starlink-Handyverträge zunächst nur in USA

Um tatsächlich bald Mobilfunk anzubieten, braucht SpaceX noch die Erlaubnis der Telekom-Aufsicht FCC, das Satelliten-Internet mit einem terrestrischen Netzwerk zu kombinieren. Vor einigen Tagen gab sie SpaceX aber schon einmal grünes Licht, 15.000 Satelliten ins All zu bringen, die für Mobilfunkverbindungen im Zwei-Gigahertz-Bereich optimiert sind.

Auch wenn die geplanten Handyverträge wohl zunächst nur Mobilfunk-Kunden in den USA werden abschließen können, dürfte es Manager wie Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges unter Druck setzen. Noch im Sommer hatte Höttges gesagt, er sehe keine Bedrohung durch eine flächendeckende Mobilfunk-Konkurrenz durch SpaceX in den USA. Sowohl T-Mobile US als auch die Deutsche Telekom kooperieren bereits mit Starlink. In Deutschland und neun weiteren Ländern Europas will die Telekom ab 2028 Mobilfunklücken über Starlink ausgleichen.

Verkäufer der 800-Megahertz-Frequenzen ist der Finanzinvestor Grain Management, der sein Portfolio vollständig abgibt. Offizielle Angaben zum Verkaufspreis gab es keine. Das "Wall Street Journal" schätzte den Preis auf acht Milliarden Dollar.

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Quelle: dpa, Reuters, AFP, ZDF
Über SpaceX berichtete ZDFheute Xpress am 28.09.2026 um 20:35 Uhr in dem Beitrag "Starship erreicht erstmals die Erdumlaufbahn".

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