Finanz-Influencer auf Social Media: Ist das seriöse Geldberatung?

Seriös oder nicht?:Finanz-Angebote auf Social Media: Was jeder beachten sollte

von Svetlana Leitz

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Von seriösen Angeboten bis zu Betrugsmaschen: Wer sich in sozialen Medien zu Finanzen informieren will, begegnet einem Dschungel an Angeboten. Tipps, worauf jeder achten sollte.

Sina Mainitz hält eine Blume in der Hand; Schrift: Finanz-Tipps auf Social Media

Auf Social Media kann jeder richtig viel Finanzwissen bekommen. Weil sich dort aber auch viele selbsternannte Experten und Betrüger tummeln, ist Vorsicht angesagt.

04.02.2026 | 1:22 min

Jede fünfte Person zwischen 16 und 30 Jahren lässt sich in ihren Finanzentscheidungen auch durch Social Media beeinflussen. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Internationalen Hochschule (IU). Das ist etwa der Fall, wenn sogenannte Finfluencer, also Finanz-Influencer, Anlagetipps geben oder präsentieren, wie sie selbst ihr Geld investieren.

Für Anke Behn von der Verbraucherzentrale Bremen sind Finfluencer "Fluch und Segen zugleich". Einerseits weckten sie besonders bei jungen Menschen das Interesse für das "eher trockene Thema" Finanzen. Andererseits sieht die Finanzexpertin neben seriösen Angeboten bei vielen dieser Inhalte Probleme.

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Finfluencer brauchen keine Ausbildung

Wer sich online zum Finanzguru erkläre, brauche dafür keine Lizenz und keine Nachweise. "Deshalb können auch unvollständige oder falsche Informationen weitergegeben werden", weiß Behn. Hinzu kommt das Interesse der meisten Finfluencer, mit ihren Inhalten Geld zu verdienen. Diese Werbung werde in einigen Fällen nicht gekennzeichnet, kritisiert Behn. Sie werden beispielsweise als persönlicher Tipp oder vermeintlich sachliche Information präsentiert.

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Inmitten der bunten Angebotsmischung finden sich außerdem Betrügerinnen und Betrüger. Sie versuchen mit falschen Versprechungen vom großen Geld, Menschen dazu zu bringen, ihnen Geld zu überweisen oder sie in ein Schneeballsystem zu locken.

Aber man muss nicht Finanzexperte sein, um seine Finanzen gut zu organisieren.

Anke Behn, Verbraucherzentrale Bremen

Drei No-Gos in der Finanzberatung




So erkennt man schlechte Angebote für Finanzen

Tipp 1: Social-Media-Inhalte genau prüfen

Der erste Tipp der Finanzexpertin ist, die Social-Media-Inhalte genau zu prüfen. Um herauszufinden, wie unabhängig Anbieter wirklich seien, helfe oft ein Blick ins Impressum. Das müsste sich über die Profilbeschreibung oder auf den Websites der Anlageprodukte finden lassen.

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Checken sollte man auch, ob ein Geschäftsmodell genau erklärt werde oder nur vage bleibe. Dann sei oft etwas faul. Hier sollten sich Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien nicht von vermeintlich positiven Bewertungen oder vielen Followern beeinflussen lassen. Die könnten manipuliert sein.

Tipp 2: Nur abschließen, was man versteht

Behns zweiter Tipp: Nichts abschließen, was man nicht versteht. Crypto-Währungen, Copy Trading, Optionsscheine - online werde oft beworben, was besonders spannend klingt. In vielen Fällen sind das aber auch besonders riskante Geldanlagen und auf keinen Fall Anfängerprodukte. Wer neugierig sei und es mal probieren wolle, dem rät die Finanzexpertin, probeweise "höchstens mit Mini-Beträgen" zu üben.

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Tipp 3: Mehrere Meinungen einholen

"Vor Abschluss immer mehrere Meinungen einholen": Das ist Behns dritter Tipp. Wer über Social Media auf ein vermeintlich gutes Angebot stößt, sollte es immer noch einmal außerhalb der betreffenden Plattform prüfen. Für den Check eignen sich unter anderem die Verbraucherzentralen oder Stiftung Warentest. Wer vorschnell Verträge abschließe, laufe dagegen Gefahr, in sehr teuren oder langfristigen Verträgen festzustecken.

Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "Tipps zu Finanzwissen auf Social Media" am 04.02.2026 um 11:26 Uhr.

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