Fußball-EM 2024: Bundesweite Razzia wegen Korruptionsverdacht

Fußball-Tickets zu Vorzugspreisen?:Verdacht auf Korruption bei EM: Bundesweite Razzien

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Tausende Tickets bei der Fußball-EM 2024 zu Vorzugspreisen? Ermittler haben bundesweit mehrere Stadtverwaltungen und die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main durchsucht.

Fußball EM-2024

Tausende Tickets zu Spielen der Fußball-EM 2024 sollen illegal an Mitarbeiter von Stadtverwaltungen verteilt worden sein.

01.07.2026 | 0:28 min

Wegen des Verdachts der Korruption im Zusammenhang mit der Fußball-EM 2024 in Deutschland haben Ermittler bundesweit zahlreiche Stadtverwaltungen durchsucht. Das hat eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Nordrhein-Westfalen bestätigt. Dabei wurde auch die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main durchsucht. Das bestätigten eine Sprecherin des LKA NRW sowie ein Sprecher des DFB.

Vorteile in Form von Fußball-Tickets

Die Staatsanwaltschaft Bochum und das LKA NRW ermitteln wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. "Gegenstand der Ermittlungen sind mutmaßlich gewährte, nicht genehmigte Vorteile, unter anderem in Form eines Fußball-Länderspielbesuchs", hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bochum und des LKA NRW.

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Neben Verantwortlichen bei der Euro 2024 GmbH, sind auch die Ausrichterstädte von den Ermittlungen betroffen. Mitarbeitern von Stadtverwaltungen sollen "exklusive Vorkaufsrechte für Eintrittskarten" angeboten worden sein, "die seitens der Gastgeberstädte zum Teil in Anspruch genommen und auf unterschiedliche Art verwendet worden sind", erklärten die Staatsanwaltschaft und das LKA.

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Zur Ausrichtung des Turniers sei die Euro 2024 GmbH als Tochtergesellschaft der UEFA Events SA und der DFB EURO GmbH gegründet worden. Deren früherer Sitz war die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. Der DFB wollte sich angesichts der laufenden Ermittlungen zunächst nicht weiter äußern. Ein Sprecher stellte aber klar, dass sich die Ermittlungen nicht gegen den Verband richten.

Die Beschuldigten hätten bislang noch keine Gelegenheit gehabt, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Es gelte die Unschuldsvermutung.

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"Dieses Vertrauen lassen wir nicht durch ein paar Einladungen und Eintrittskarten beschädigen. Der Verdacht wiegt schwer, und genau deshalb wird er konsequent aufgeklärt", sagte Reul. Die Ermittler des LKA arbeiteten "gründlich, sachlich und ohne Ansehen der Person".

Durchsuchungen sollte es entsprechend bei den Stadtverwaltungen Gelsenkirchen, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart und München geben. Bei der Stadtverwaltung Leipzig werde ein sogenanntes Herausgabe-Ersuchen vollstreckt.

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Quelle: dpa, AFP, sid
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 01.07.2026 um 12:36 Uhr im Beitrag "Razzien in mehreren Städten und beim DFB".

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