Web-Inhalte für KI:EU leitet Ermittlungen gegen Google ein
Hat Google für seine KI-Übersicht rechtswidrig Online-Inhalte Dritter genutzt? Die EU-Kommission leitet eine Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht ein.
Die EU verdächtigt Google, seine KI rechtswidrig mit Online-Inhalten Dritter versorgt zu haben. Die EU-Kommission leitet daher eine Untersuchung wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht ein.
09.12.2025 | 0:46 minDie EU verdächtigt den US-Internetriesen Google, seine Künstliche Intelligenz rechtswidrig mit Online-Inhalten Dritter gefüttert zu haben. Die zuständige Europäische Kommission leitet daher eine Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht ein.
Konkret wirft die Behörde dem Tech-Riesen vor, für KI-Inhalte die Daten von Dritten zu nutzen, ohne den Inhabern der Websites "eine angemessene Vergütung zu zahlen und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, eine solche Nutzung ihrer Inhalte abzulehnen". Die Kommission prüfe, ob Google Verlagen und Urhebern von Inhalten möglicherweise unfaire Bedingungen auferlege und gleichzeitig konkurrierende Entwickler von KI-Modellen benachteiligt habe, teilte Kommissions-Vizepräsidentin Teresa Ribera mit.
Die Spanierin sagte demnach:
Eine freie und demokratische Gesellschaft ist auf vielfältige Medien, offenen Informationszugang und eine lebendige Kreativlandschaft angewiesen.
Kommissions-Vizepräsidentin Teresa Ribera
KI bringe bemerkenswerte Innovationen und viele Vorteile für Menschen und Unternehmen in ganz Europa, doch dieser Fortschritt dürfe nicht auf Kosten der Prinzipien gehen, die im Herzen der europäischen Gesellschaften stünden.
Der Ton in den Sozialen Medien ist rauer geworden. Mittlerweile dominieren die fünf großen US-Techkonzerne die Sozialen Medien. Welchen Einfluss haben sie auf unsere Demokratie?
25.09.2025 | 41:14 minEU untersucht sowohl Googles KI-Modus als auch KI-generierte Suchergebnisse
Wer bei Google sucht, bekommt inzwischen auch KI-generierte Ergebnisse angezeigt. Es geht dabei sowohl um zusammenfassende Antworten auf Suchanfragen als auch um den erst vor wenigen Wochen in Deutschland gestarteten KI-Modus von Google. Letzterer beantworte Anfragen von Nutzerinnen und Nutzern im konversationsähnlichen Stil eines Chatbots, teilte die EU-Kommission mit.
Neben einer mutmaßlich nicht angemessenen Kompensation für die Urheber von Inhalten untersuchen die europäischen Wettbewerbshüter auch, ob Google seine Marktmacht missbraucht. Es gehe darum, ob die Online-Publisher die Möglichkeit hätten, der Nutzung ihrer Inhalte durch Googles KI zu widersprechen, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter weiter mit.
Tatsächlich seien viele Anbieter darauf angewiesen, bei einer Google-Suche zu erscheinen, um Nutzerinnen und Nutzer auf ihre Webseite zu ziehen. Diesen Zugang zu verlieren, wollten viele Online-Publisher nicht riskieren, so die EU-Kommission.
Amazon, Google & Co. dominieren den digitalen Alltag. Die EU will das ändern - mit neuen Gesetzen.
14.07.2025 | 3:52 minAuch YouTube im Fokus der Ermittler
In den Brüsseler Ermittlungen geht es zudem um den Videodienst Youtube, der ebenfalls zu Google gehört. Wer Videos erstellt, müsse Google die Erlaubnis geben, die Inhalte für unterschiedliche Zwecke zu nutzen - darunter auch zum Training generativer KI-Modelle. Eine Vergütung dafür erhält man jedoch nicht. Gleichzeitig untersagt YouTube Wettbewerbern von Google, eigene KI-Systeme mit den Plattforminhalten zu trainieren - ein möglicher Vorteil für Googles eigene KI-Entwicklungen.
Die Einleitung des Verfahrens bedeute noch keinen Nachweis eines Verstoßes, betonte die Brüsseler Behörde. Sie wacht in der EU über die Einhaltung des Wettbewerbsrechts.
Bestätigen sich die Vorwürfe, droht Google ein Bußgeld in Höhe von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Erst im September hatte die Kommission in einem anderen Fall eine Strafe von fast drei Milliarden Euro gegen Google verhängt, damals ging es um das Geschäft mit Werbung.
Die EU verhängte im Herbst eine Geldstrafe von fast drei Milliarden Euro gegen Google. Die Kommission sah Verstöße gegen Wettbewerbsregeln.
05.09.2025 | 1:30 minMehr Nachrichten zu Google und KI
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