Folgen der hohen Energiepreise:Hilfe gefordert: Verkehrsverbände richten Brandbrief an Merz
Wegen der Energiekrise fürchten viele Verkehrsverbände eine Pleitewelle. In einem Brief fordern sie die Bundesregierung zu schnellerem Handeln gegen die gestiegenen Preise auf.
Mehrkosten infolge des Irankriegs setzen Speditionen unter Druck. Aufträge fallen weg und Verbraucher spüren Folgen im Alltag. Die Branche blickt sorgenvoll in die Zukunft.
11.04.2026 | 2:33 minMehrere Verbände des Verkehrsgewerbes haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem offenen Brief zu schnellem Handeln in der Kostenkrise aufgerufen. Steigende Energie- und Betriebskosten sowie wachsender wirtschaftlicher Druck brächten zahlreiche Unternehmen an den Rand ihrer Existenz, warnten sie.
Betroffen seien insbesondere Speditionen, Logistikunternehmen, der Straßengüterverkehr sowie Bus-, Taxi- und Mietwagenbetriebe. Bereits jetzt komme es vermehrt zu Betriebsaufgaben und Insolvenzen.
Mit Ausbruch des Iran-Krieges und der daraus resultierenden Ölkrise sehen sich die von uns vertretenen Branchen mit unüberbrückbaren Herausforderungen konfrontiert.
Brief der Wirtschaftsverbände
Die Verbände sehen Versorgung, Mobilität und Arbeitsplätze gefährdet.
Finanzminister Klingbeil fordert staatliche Eingriffe zur Senkung der Spritpreise. Er spricht sich für steuerliche Entlastungen sowie einen Preisdeckel für Benzin und Diesel aus.
11.04.2026 | 0:27 minKritik an zu langsamen Reaktionen der Bundesregierung
Scharfe Kritik übten sie an der Bundesregierung: Notwendige Entscheidungen kämen zu langsam voran, vorhandene Maßnahmen würden nicht umgesetzt. Das Wirtschafts- und das Finanzministerium müssten aus der Auseinandersetzung in die politische Verantwortung wechseln.
ZDFheute Infografik
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Auch dem Verkehrsministerium schreiben sie eine Schlüsselrolle zu und fordern mehr Engagement. Konkret verlangen die Verbände unter anderem niedrigere Energie- und Stromsteuern, die Abschaffung der CO2-Doppelbelastung im Straßengüterverkehr sowie kurzfristige Entlastungen wie Preisdeckelungen oder Ausgleichszahlungen.
Wirtschaftsministerin Reiche kritisiert Vorschläge der SPD für Entlastungen wegen hoher Energiepreise scharf. Nun gerät sie selbst unter Druck, auch aus der eigenen Partei.
10.04.2026 | 2:14 min"Die Zeit des Zögerns ist vorbei", heißt es in dem Schreiben. Ohne rasche Maßnahmen drohe eine Insolvenzwelle mit erheblichen Folgen für Wirtschaft und Versorgung. Es gehe um das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.
Mehr zu den Energiekosten
Statistisches Bundesamt:Preise steigen wieder: Iran-Krieg treibt Inflation
mit Video0:20Demos gegen hohe Kraftstoffpreise:Irland: Tankstellen wegen Protest-Blockaden ohne Treibstoff
mit Video0:25Maßnahmen gegen hohe Tankkosten:Was das Kartellamt gegen hohe Spritpreise tun kann
von Leon Friedmit Video2:05- Interview
Straße von Hormus:Wöchentlicher Millionenschaden bei Hamburger Reederei
mit Video3:32