Vertrag aus 1960er Jahren:Streit um Gratis-Zugang zu Aztekenstadion wohl gelöst
Wegen eines uralten Vertrags pochten Tausende Fußball-Fans darauf, das WM-Eröffnungsspiel in Mexikos Aztekenstadion gratis sehen zu dürfen. Nun ist der Streit wohl gelöst.
Das legendäre Aztekenstadion in Mexiko-Stadt: Sonderregelung für 600 Logen und 8-000 Sitzplätze.
Quelle: dpaIm Zoff um einen 99 Jahre geltenden Vertrag um besondere Plätze im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt zeichnet sich rund eine Woche vor dem WM-Eröffnungsspiel eine Lösung ab. Rund 14.000 Inhaber von Logen und Dauerplätzen hatten ihr Recht geltend gemacht, den Start in das Mega-Turnier und vier weitere WM-Spiele in dem Fußball-Tempel kostenlos sehen zu dürfen.
Nun hat der Stadionbetreiber nach eigenen Angaben rund 63 Millionen US-Dollar für die Tickets der Dauerkartenhalter an die FIFA gezahlt.
Sonderregelung betrifft 600 Logen und 8.000 Sitzplätze
Als dem Betreiber beim Bau des Stadions in den 1960er Jahren das Geld ausging, verkaufte er 600 Logen und 8.000 einzelne Sitzplätze an finanzstarke Fußballfans. Dafür erhielten diese das Recht, für 99 Jahre (bis 2065) alle Events in dem Stadion kostenlos besuchen zu dürfen.
Trotz strapaziöser Anreise ist die DFB-Auswahl mit einem Lächeln in Chicago eingetroffen, berichtet ZDF-Reporter Nils Kaben im Mittagsmagazin. Nach kurzer Nacht steht das erste Training an.
03.06.2026 | 3:10 minAllerdings versäumte es der Stadionbetreiber Ollamani, die FIFA über diese Sonderregelung zu informieren. Offenbar wurde befürchtet, dass das Aztekenstadion unter diesen Umständen nicht als Spielstätte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ausgewählt werden könnte.
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Schon zwei WM-Eröffnungen im Aztekenstadion
1970 und 1986 wurden bereits zwei WM-Endrunden in dem Stadion eröffnet. Beide Male fanden auch die Endspiele im Aztekenstadion in über 2.200 Metern über dem Meeresspiegel statt. Diesmal ist Mexiko aber nur Mitgastgeber, weitere Spielorte sind in den USA und in Kanada.
Das sind die Spielorte der Fußball-WM 2026
In insgesamt 16 Stadien werden die Spiele der Fußball-WM ausgetragen. Drei Spielorte sind in Mexiko, zwei in Kanada, elf in den USA. Auf dem Bild: das WM-Stadion in Vancouver, Kanada.
Quelle: IMAGO / agefotostockDie Karteninhaber des Aztekenstadions waren mit ihrem Verband "Asociación Mexicana de Titulares de Palcos y Plateas" (AMTPP) sogar vor Gericht gezogen, um ihre Rechte geltend zu machen.
Karteninhaber gewinnen Gerichtsstreit
Daraufhin hatten die FIFA und der Stadionbetreiber Ollamani das Mitbringen eigener Lebensmittel und Getränke untersagt und im Gegenzug Verpflegungspakete im Wert von mehreren Tausend Dollar angeboten. Zudem hatten sie mit Stadionverboten gedroht, sollten die Dauerkarten auf dem Zweitmarkt veräußert werden. Beide Maßnahmen scheiterten vor Gericht.
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