FIFA: Auch Neuseeland verweigert Infantino Unterstützung

Skandal um FIFA-Boss:Auch Neuseeland verweigert Infantino Unterstützung

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Die dubiosen Investorenpläne rund um die FIFA bringen Gianni Infantino immer weiter in Bedrängnis. Nun hat sich auch Neuseeland gegen den FIFA-Boss positioniert.

Archiv: Gianni Infantino

In der Kritik: Gianni Infantino (Archivbild)

Quelle: AFP

Der neuseeländische Fußball-Verband (NZF) hat sich als erste ozeanische Mitgliedsorganisation von FIFA-Präsident Gianni Infantino abgewendet.

Nach sorgfältiger Abwägung ist der NZF zu der Auffassung gelangt, dass Entscheidungen und Handlungen innerhalb der FIFA zu einem Vertrauensverlust und zu zunehmenden Spaltungen im internationalen Fußball beigetragen haben.

Neuseeländischer Fußballverband (NZE)

Es sei "eine unabhängige Überprüfung erforderlich, um das Vertrauen wiederherzustellen".

Trotz heftiger Kritik an den jüngsten Investorenplänen bleibt Gianni Infantino (m) Präsident des Weltfussballverbands FIFA.

FIFA-Chef Gianni Infantino hat die Führungsriege demonstrativ auf sich eingeschworen. Gleichzeitig drohte er seinen Kritikern - auch dem europäischen Verband.

06.08.2026 | 1:11 min

Bislang hatten sich die Ozeanische Fußball-Konföderation (OFC) und ihre Mitgliedsnationen aus den öffentlichen Diskussionen um die Zukunft von Infantino herausgehalten. Während der Dachverband nach außen lediglich die Abkehr vom Investorenplan begrüßte, ging die Kritik der Neuseeländer etwas weiter.

"Der jetzige Zeitpunkt bietet allen FIFA-Mitgliedsverbänden die Gelegenheit, sich für eine stärkere Führung, Rechenschaftspflicht und Transparenz einzusetzen, die für die Aufrechterhaltung des Vertrauens in die Verwaltung des Weltfußballs von grundlegender Bedeutung sind", forderte NZF.

UEFA Präsident Aleksander Ceferi und FIFA Präsident Gianni Infantino am 29.06.2024.
01.08.2026 | 1:15 min

Zuvor hatten sich bereits die Kontinentalverbände aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika im Machtkampf mit Infantino als Verbündete gezeigt, nachdem dessen Plan zum Verkauf von Anteilen an FIFA-Turnieren an private Investoren krachend gescheitert war.

Nur Afrika und Südamerika unterstützen Infantino

Unter anderem hatten die drei Kontinentalverbände mit einem offenen Brief den Druck auf den Präsidenten des Weltverbandes erhöht. Lediglich Afrika und Südamerika geben Infantino öffentlich weiterhin Rückendeckung.

Trotz heftiger Kritik an den jüngsten Investorenplänen bleibt Gianni Infantino (m) Präsident des Weltfussballverbands FIFA.
06.08.2026 | 1:11 min

Der Schweizer ist noch bis 2027 gewählt, beim Kongress in Rabat/Marokko will sich der 56-Jährige nach aktuellem Stand im Amt bestätigen lassen. Ein möglicher Gegenkandidat hat sich bislang nicht aus der Deckung gewagt (Frist endet am 18. November). Durch die Statuten wäre es Infantinos letzte Amtszeit als FIFA-Chef.

Schwer angezählter FIFA-Chef
:Wer Infantino noch die Treue hält - und wer nicht

Aller Kritik zum Trotz bleibt Gianni Infantino im Amt. Sein Ablenkungsmanöver zeigt Wirkung. Die Folge: Die Fußballwelt präsentiert sich in der Präsidentenfrage gespalten.
von Florian Vonholdt
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Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), während der Milken Institute Global Conference 2022 am 02.05.2022, in Beverly Hills, Kalifornien.
Quelle: dpa
ZDFsportstudio hat unter anderem in dem Beitrag "Infantino bleibt an FIFA-Spitze" am 06.08.2026 über dieses Thema berichtet.
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