Trump: "Er ist fantastisch":FIFA-Boss Infantino bekommt Rückendeckung aus dem Weißen Haus
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Donald Trump hat Gianni Infantino öffentlich den Rücken gestärkt. Der unter Druck geratene FIFA-Präsident sei "unglaublich", seine Entmachtung wäre ein Fehler.
Donald Trump unterstützt den unter Druck geratenen Gianni Infantino. (Archivfoto)
Quelle: dpaDer stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält trotz seines umstrittenen Investorenplans Rückendeckung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schrieb in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn er aus irgendeinem Grund auch nur erwägen sollte, Infantino abzulösen.
Trump schwärmte in höchsten Tönen von dem Mann, der ihm 2025 den FIFA-Friedenspreis verliehen hatte:
Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet.
Donald Trump über Gianni Infantino
Angeblich kein Anruf bei Trump
Wenn Infantino nicht mehr da wäre, würde es "nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben". Zuletzt hatte es Berichte gegeben, Infantino habe wegen seines gescheiterten Investorenplans Unterstützung im Weißen Haus gesucht.
FIFA-Chef Gianni Infantino hat die Führungsriege demonstrativ auf sich eingeschworen. Gleichzeitig drohte er seinen Kritikern - auch dem europäischen Verband.
06.08.2026 | 1:11 minDie FIFA wies Berichte über Anrufe bei Trump oder anderen Regierungsmitgliedern jedoch als "frei erfunden" zurück. Auch Trump selbst sagte, er habe mit Infantino darüber nicht gesprochen. Der FIFA-Boss steht wegen seiner bisherigen Amtsführung und umstrittenen Zukunftsplänen in der Kritik - es gibt einige Rücktrittsforderungen.
Infantino stark unter Druck
Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen und damit Milliarden erlösen. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
Angesichts der riesigen Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben. Der offen entbrannte Machtkampf im Fußball hat alle Kontinentalverbände erfasst. Am Montag wandten sich die Dachverbände Europas (UEFA), Asiens (AFC), Nord- und Mittelamerikas sowie der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief gemeinsam an die Öffentlichkeit.
Sie bekräftigten ihre Kritik an Infantino, warfen ihm Täuschung vor und forderten weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes.
"Großartige Freunde"
Infantino hat Trump in der Vergangenheit mehrmals als "großartigen Freund" bezeichnet. Unter seiner Ägide vergab die FIFA die WM-Endrunde 2026 an die USA, Kanada und Mexiko. Infantino und Trump traten mehrfach gemeinsam auf, unter anderem bei der Siegerehrung nach dem Finale der WM 2026. Anfang 2025 war der Schweizer auch dabei gewesen, als der ehemalige Geschäftsmann Trump zum zweiten Mal ins Amt des US-Präsidenten eingeführt wurde.
Nachdem FIFA-Chef Gianni Infantino geplant hatte, WM-Rechte an Investoren zu verkaufen, kam es zu internationaler Kritik. Der Fußball-Verband versicherte ihm nun uneingeschränkte Unterstützung.
06.08.2026 | 0:22 minInfantino verlieh Trump Ende 2025 außerdem einen neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis, den irritierte Kritiker sofort als maßgeschneiderte Gefälligkeit für den US-Präsidenten einstuften. Einem unbestätigten Bericht der "New York Post" zufolge wollte sich Trump revanchieren, indem er Infantino angeblich für das Amt des künftigen UN-Generalsekretärs ins Rennen schicken wollte.
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Quelle: SID, dpa
Über das Thema berichtete das ZDF u.a. in dem Beitrag "Infantino bleibt an FIFA-Spitze" vom 06.08.2026 um 19:00 Uhr.
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