Aus Epoxidharz, Gips oder Beton Deko-Objekte selbst herstellen

Deko aus Gießmaterial:Aus Epoxidharz, Gips, Beton und Co: So gelingen DIY-Projekte

von Jill Krause

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Arbeiten mit Gießmaterialien wie Gips oder Epoxidharz sind im Trend. Welche Vorbereitung für DIY-Projekte nötig ist und worauf Einsteiger achten müssen.

DIY-Expertin Tamara von Schaelzer zeigt Material, mit welchem sie Oster-Deko umsetzt.

DIY-Expertin Tamara von Schaezler präsentiert kreative Deko-Ideen zu Ostern. Mit Gießpulver lassen sich Untersetzer, Kerzenständer und andere Wohnaccessoires gestalten.

12.03.2026 | 5:16 min

Egal ob Gips, Kreativ-Beton oder Epoxidharz - Gieß-Trends eröffnen unzählige Möglichkeiten für DIY-Projekte in den eigenen vier Wänden. Vor dem Aushärten sind diese Materialien flüssig. Daher eignen sie sich perfekt dafür, Formen auszugießen aus denen Deko-Objekte entstehen können. Doch jedes Material bringt verschiedene Eigenschaften mit sich.

Grundregeln für die Verarbeitung von Gießmaterial

Decken Sie die Arbeitsfläche vor Beginn ab. Alle Pulver werden mit Wasser angerührt, deshalb sind eine Küchenwaage und separate Mischbecher sinnvoll. Arbeiten Sie außerdem in einem gut belüfteten Raum. Um den feinen Staub nicht einzuatmen, sollte möglichst nur mit Schutzmaske und Handschuhen gearbeitet werden. Reste von Gießmaterial gehören nicht in den Abfluss, da es durch Aushärten Rohre verstopfen kann.

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Gips: Das perfekte Gießpulver für Anfänger

Gips ist nicht nur einsteigerfreundlich, sondern auch ein natürlicher Stoff, der ungiftig ist. Für die richtige Konsistenz wird ein Teil Wasser mit zwei bis drei Teilen Pulver zu einer cremigen Masse angerührt. Da Gips bereits nach einigen Minuten anzieht, sollte zügig gearbeitet werden. Aus Silikonformen lässt er sich nach etwa 30 Minuten lösen. Vollständig durchgetrocknet ist das Gipsobjekt nach 24 bis 48 Stunden und eher rau und matt.

Gips ist von Natur aus weiß, kann aber mit Pigmenten eingefärbt oder nach dem Aushärten mit Acrylfarbe bemalt werden. Bei Kontakt mit Wasser nimmt er Feuchtigkeit auf und verliert an Festigkeit, daher empfiehlt sich eine Versiegelung oder Lasur. Er ist auch in festeren, feineren Varianten erhältlich, die sich gut schleifen und weiterverarbeiten lassen. Besonders geeignet ist Gips für kleinere Deko-Objekte. Gipsreste sollten über den Restmüll entsorgt werden.

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Kreativ-Beton: Robust und wetterfest

Kreativ-Beton ist ein feinkörniger, grauer Zementmörtel und deutlich robuster als Gips. Er verträgt Feuchtigkeit und kann problemlos nass werden. Angerührt wird das Pulver nach Packungsangabe mit Wasser - entscheidend ist die richtige Dosierung, denn eine zu flüssige Mischung kann später Risse bekommen. Die Masse sollte innerhalb von 30 Minuten verarbeitet werden. Farbpigmente können direkt beigemischt oder das ausgehärtete Objekt mit Acrylfarbe gestaltet werden.

Da die Mischung bei Kreativ-Beton schwerer ist als bei anderen Arten von Gießpulver, brauchen die Silikonformen ausreichend Stabilität. Das Herauslösen aus der Form ist meist nach ein bis zwei Tagen möglich, vollständig belastbar ist das Werkstück nach etwa einer Woche. Beim Anmischen Handschuhe, Schutzbrille und Maske verwenden, da der enthaltene Zement reizend wirken kann. Nach dem Aushärten ist das Material unbedenklich. Reste gehören in den Restmüll.

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Epoxidharz: Der Gieß-Trend für Fortgeschrittene

Epoxidharz ist ein synthetischer Kunststoff und ideal für glänzende, langlebige DIY-Projekte wie Schmuck oder Tischoberflächen. Als einziger der aufgeführten Werkstoffe ist er transparent und eignet sich daher zum Eingießen von Blüten, Bildern oder anderen Gegenständen. Für ein sauberes Ergebnis müssen die beiden Komponenten exakt nach Herstellerangabe gemischt werden: drei bis fünf Minuten langsam verrühren, damit möglichst wenige Luftblasen entstehen.

Bei Zimmertemperatur härtet das Harz innerhalb von 24 bis 72 Stunden aus, vollständig belastbar ist es nach etwa sieben Tagen. Während des Anmischens und Verarbeitens sind Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz wichtig, da das Material Haut und Augen reizen kann. Gelangt Harz auf die Haut, sollte es sofort mit Seife oder Aceton entfernt werden.

Nach dem Aushärten gilt es als deutlich weniger kritisch und ist in der Regel sicher zum Anfassen. Beim Schleifen des ausgehärteten Materials ist eine Maske Pflicht. Achten Sie beim Kauf auf EU-Herkunft, da Produkte aus anderen Regionen durch andere schädliche Stoffe verunreinigt sein können. Sicherheitsanweisungen vom Hersteller sollten stets beachtet werden. Reste müssen als Sondermüll entsorgt werden.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 12.03.2026 ab 09:05 Uhr.

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