Wadephul: Nichtreaktion auf Drohnen-Vorfall wäre größeres Risiko

Außenminister im ZDF-Interview:Wadephul: Nichtreaktion wäre größeres Risiko

von Julian Vulturius

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"Angemessen" und "notwendig" seien Deutschlands Schritte gegen Moskau, sagt Außenminister Wadephul. Eine weitere Eskalation Russlands könne man trotzdem "nie" ausschließen.

SGS Wadephul Sievers

Sehen Sie das gesamte Interview hier im Video.

01.09.2026 | 7:12 min

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Russland als Reaktion auf den Drohnen-Vorfall in Leipzig für notwendig. Zwar könne man "nie ausschließen, dass Russland noch weiter eskaliert", sagte Wadephul im ZDF heute journal. Er betonte aber gleichzeitig:

Das Risiko, dass Russland eine Nichtreaktion Deutschlands als Einladung zu weiteren Schritten gegen Deutschland hätte verstehen können, das war deutlich größer.

Außenminister Johann Wadephul

Wadephul unterstrich, dass die Bundesregierung auf eine "vorherige Eskalation Russlands" reagiere. Er betonte aber auch, man könne "nie ausschließen, dass Russland noch weiter eskaliert."

Außenminister Wadephul

Nach dem Anschlagsversuch in Leipzig macht die Bundesregierung Russland verantwortlich. Das Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin sollen schließen.

01.09.2026 | 2:51 min

Bundesregierung: Russland für Drohnen-Vorfall verantwortlich

Die Bundesregierung hatte am Dienstagnachmittag erstmals offiziell Russland für einen versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen verantwortlich gemacht und als Reaktion darauf mehrere Maßnahmen gegen Russland angekündigt.

So muss das Generalkonsulat in Bonn zum 18. September schließen. Außerdem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt, wie Wadephul in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte.

sgs klauser sievers

Russland weist die deutschen Drohnen-Vorwürfe als "absurd" zurück und spricht von einer "antirussischen Entscheidung", berichtet ZDF-Reporter Felix Klauser aus Wladiwostok.

01.09.2026 | 1:30 min

Wadephul kündigte zudem verschärfte Einreisekontrollen und einen höheren Druck auf die russische Schattenflotte an. Die Bundesregierung werde sich zudem bei der EU für die Sanktionierung weiterer russischer Verantwortlicher einsetzen. Russlands Botschafter wurde einbestellt.

Wadephul: Reaktion "angemessen" und "notwendig"

"Man darf Russland nicht in dem Irrglauben lassen, dass es derartige Dinge tun kann, ohne dass Deutschland reagierte", sagte Wadephul mit Blick auf den Vorfall vom 4. August, bei dem eine mit Sprengstoff versehene Drohne am Leipziger Flughafen zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden war. Die Reaktion der Bundesregierung darauf sei "angemessen" und "notwendig".

Wir müssen immerhin davon ausgehen, dass dies zu einem schweren Unglück hätte führen können.

Außenminister Johann Wadephul

Das sei beabsichtigt gewesen, aber glücklicherweise nicht geschehen.

Das Interview im ZDF heute journal führte Christian Sievers.

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Über dieses Thema berichtete das heute journal am 01.09.2026 um 21:45 Uhr.

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