Merz zu Drohnenvorfall in Leipzig: "Sie werden dafür bezahlen"

Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen:Merz zu hybriden Angriffen: "Sie werden dafür bezahlen"

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Nach dem Drohnenvorfall von Leipzig meldet sich Bundeskanzler Merz zu Wort. "In Kürze" wolle man sagen, wer dahinter stecken könnte. "Sie werden dafür bezahlen", sagte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz

Das Statement des Kanzlers - zur bevorstehenden Kabinettsklausur - in voller Länge

25.08.2026 | 9:11 min

Die Bundesregierung wird nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz (CDU) "in Kürze" eine Aussage treffen, wer ihrer Meinung nach hinter den Drohnenvorfällen in Leipzig steckt. "Sie werden dafür bezahlen", sagte Merz vor Beginn der Kabinettsklausur im brandenburgischen Neuhardenberg. Dort sei nicht der Ort, dies aufzuklären. "(Aber) daran arbeiten wir zusammen mit den Sicherheitsbehörden intensiv und wir werden das in Kürze auch darlegen und uns dazu äußern", fügte er hinzu.

Merz: Regierung wappnet sich gegen hybride Angriffe

Der Vorfall in Leipzig am 4. August zeige, dass Deutschland "stärker ins Fadenkreuz hybrider Angreifer" rücke.

Angreifer nehmen zunehmend skrupellos auch schwere Sachschäden, sogar Verletzte und Tote in Kauf.

Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler

Die Bundesregierung wappne sich dagegen, erstens etwa mit der Einrichtung des Drohnenzentrums in Magdeburg. "Zweitens, Deutschland schreckt ab: Die Bundesregierung erlegt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis auf. Sie werden dafür bezahlen."

Einsatzkräfte der Polizei und des BKA suchen am Flughafen Leipzig/Halle nahe dem Ort Kursdorf nach Spuren.

Am Leipziger Flughafen wurden offenbar weitere Drohnen gefunden, eine möglicherweise mit militärischem Sprengstoff. Der Fund wirft neue Fragen zur Sicherheit und möglichen Hintermännern auf.

25.08.2026 | 0:26 min

Vorfall in Leipzig am 4. August

Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt und später entschärft worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Medienberichten zufolge gehen die Sicherheitsbehörden mittlerweile von drei eingesetzten Drohnen der Angreifer aus.

Die Bundesregierung verzichtete bislang darauf, Verantwortliche zu benennen, Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach stattdessen von "fremden Mächten". Wegen der deutschen Hilfe für die Ukraine war auch Russland hinter dem Angriff vermutet worden.

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Quelle: Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute live am 25.08.2026 ab 10:05 Uhr.

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