Irans Agentur verbreitet Video: "Wo kann Trump getötet werden?""

Teheran schwört Vergeltung für Chamenei:Iran verbreitet Video: "Wo kann Trump getötet werden?"

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Die iranische Agentur Fars verbreitet ein Video mit dem Titel "Wo kann Trump getötet werden?" Der Clip zeigt eine angebliche Route des US-Präsidenten.

US-Präsident Donald Trump

Friedrich Merz auf iranischer Vergeltungsliste: Eine iranische Zeitung nennt 13 westliche Politiker, die für den Tod Khameneis „bezahlen“ sollen. Ist das Propaganda oder ein Aufruf zu Attentaten?

16.07.2026 | 40:08 min

Die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitet in sozialen Medien ein Video mit dem englischen Titel "Wo kann Trump getötet werden?". Es wurde unter anderem auf dem Telegram-Kanal der Agentur, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, veröffentlicht. Eine Version des Videos auf der Plattform X, die dem US-Milliardär Elon Musk gehört, wurde mittlerweile gelöscht.

Das Video soll etwa die Route der Autokolonne von US-Präsident Donald Trump zu seinem Wohnsitz in Mar-a-Lago in Florida zeigen. Eine Brücke stelle einen sicherheitskritischen Punkt dar. Die visuelle Darstellung der Route korrespondiert nicht direkt mit öffentlich zugänglichem Kartenmaterial der Lage. Die Route des US-Präsidenten in Florida wurde erst im Januar 2026 wegen eines verdächtigen Objekts am Flughafen verändert.

Dieser Screenshot aus einem Video, das am 16. Juli 2026 von der Website Sepah News der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) veröffentlicht wurde, zeigt den Abschuss einer Rakete von einem unbekannten Ort auf US-Ziele in Jordanien, Kuwait und Bahrain.

Iranische Medien melden US-Angriffe auf Brücken, einen Flughafen und einen Bahnhof. Teheran droht mit Vergeltungsschlägen auf US-Verbündete in der Golfregion.

17.07.2026 | 0:20 min

Mullahs wollen Vergeltung für Chamenei

Hintergrund sind Vergeltungsrufe der iranischen Staatsführung für den im Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Chamenei kam am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz ums Leben.

Bereits am Samstagabend veröffentlichte die auflagenstarke Teheraner Tageszeitung „Hamshahri“ im Internet ein Schaubild mit den Fotos von 13 Politikern. Darunter ist auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump und weiteren westlichen Spitzenpolitikern auf eine Liste gesetzt wurde, die für den Tod des früheren geistlichen Führers Ali Chamenei "bezahlen" sollen.

Screenshot: Grafik diverser westlicher Politiker mit Fadenkreuzen der iranischen Zeitung „Hamshari“

Screenshot: Grafik diverser westlicher Politiker mit Fadenkreuzen der iranischen Zeitung „Hamshari“

Quelle: Screenshot der iranischen Zeitung „Hamshari“, veröffentlicht am 11.07.26, Quelle: hamshahrionline.ir

Neben Merz und Trump sind darauf unter anderem der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, US-Außenminister Marco Rubio, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische Premierminister Keir Starmer zu sehen.

Die Porträts von Trump und Netanjahu sind mit Fadenkreuzen versehen.

Quelle: dpa, AFP
Über das Thema berichtete der Podcast des ZDFheute journals am 16.07.2026 um 18:00 Uhr.

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