Trump droht Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

Neue Attacken und Seeblockade:Trump droht Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

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Kommt Iran nicht an den Verhandlungstisch, will Donald Trump Kraftwerke und Brücken zerstören. Die USA flogen in der Nacht wieder heftige Angriffe - und die sollen weitergehen.

Screenshot aus einem am 13.07.2026 vom US-Zentralkommando (US Central Command) veröffentlichten Video zeigt nach Angaben des US-Militärs den Start von Raketen, die auf militärische Ziele im gesamten Iran gerichtet sind

Die USA greifen weiterhin Ziele in Iran an und haben die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Iran meldete Angriffe auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten.

15.07.2026 | 1:28 min

US-Präsident Donald Trump hat Iran erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an.

Irans Streitkräfte feuerten daraufhin wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in der Golfregion und Jordanien. Das US-Militär hatte am Dienstag eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft gesetzt und erneut Ziele in Iran attackiert.

Zu sehen sind 2 Schiffe in der Straße von Hormus

Die USA greifen weiterhin Ziele in Iran an und haben die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Iran meldete Angriffe auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten.

15.07.2026 | 1:28 min

Trump wollte schon im April Brücken und Kraftwerke zerstören

"Derzeit sind mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und Hunderte von Militärflugzeugen im gesamten Nahen Osten im Einsatz", hieß es vom US-Regionalkommando Centcom auf der Social-Media-Plattform X.

X-Beitrag von Centcom

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Iranischen Staatsmedien zufolge wurde bei den Angriffen auch zivile Infrastruktur getroffen. In der südwestlichen Provinz Chusestan wurde demnach unter anderem ein Weizensilo getroffen. In der westlichen Provinz Ilam bombardierte das US-Militär den Berichten zufolge eine Mineralwasserfabrik. Regierungsangaben zufolge kamen bei den Angriffen im Süden in den vergangenen Tagen mindestens 30 Menschen ums Leben, 260 weitere wurden verletzt.

sgs-Sauer-Wehrmann

Das Hin und Her der US-Regierung beim Iran-Krieg belaste die Weltwirtschaft, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer. Doch im Inland erkläre die Administration ihr Verhalten kaum.

15.07.2026 | 2:01 min

Trump hatte Iran bereits im April mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht, die Drohungen vor Ablauf seines damaligen Ultimatums jedoch zurückgenommen. Damals wollte der US-Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Energiehandel wichtige und von Iran blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen. Kurze Zeit später einigten sich die Kriegsparteien dann auf eine zweiwöchige Waffenruhe.

Am 14. Juli 2026 liegen Schiffe an einem Kai des Khor-Fakkan-Containerterminals vor Anker, dem einzigen natürlichen Tiefseehafen der Region und einem der wichtigsten Containerhäfen im Emirat Sharjah am Golf von Oman. Teheran kündigte am 12. Juli die Sperrung der Straße von Hormus an und feuerte Raketen und Drohnen auf seine Nachbarn am Golf ab – als Vergeltung für neue US-Angriffe nach einem Angriff iranischer Streitkräfte auf ein Handelsschiff, das von seiner Besatzung in Flammen zurückgelassen worden war.

Die USA haben erneut Ziele in Iran angegriffen. Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen. Trump bleibt wechselhaft bei seinen Ideen für die Straße von Hormus.

14.07.2026 | 1:35 min

USA gegen Iran: Immer wieder Eskalationen

Die Vereinbarung sollte darüber hinaus zu einer dauerhaften Beendigung des Krieges führen und sah eine Frist von 60 Tagen vor, um die Details auszuhandeln. Dazu gehörte auch eine Einigung über das iranische Atomprogramm.

Doch die Gespräche gerieten ins Stocken und der Konflikt um die Meerenge verschärfte sich zuletzt immer weiter. Iran griff Schiffe in der Straße von Hormus an, die über nicht von Teheran genehmigte Routen fuhren. Die USA attackierten daraufhin wieder Ziele in Iran, das wiederum aus Vergeltung mit den USA verbündete Golfstaaten angriff.

US-Präsident Trump

Die USA und Iran greifen sich erneut gegenseitig an. Erst kürzlich hatte Trump das Rahmenabkommen für hinfällig erklärt. Wie lange kann er den Krieg noch fortführen? Die Analyse bei ZDFheute live

13.07.2026 | 23:37 min

Trump kündigt Handels- und Investitionsabkommen an

In dieser Woche teilte Donald Trump mit, die USA wollten für den Schutz von Schiffen bei der Fahrt durch die Straße von Hormus künftig eine Gebühr erheben: 20 Prozent des Wertes der Ladung, um "alle Kosten zu decken, die für die Gewährleistung von Sicherheit und Schutz erforderlich" seien.

Am Dienstag ruderte Trump dann aber zurück und schrieb auf seiner Plattform Truth Social, statt der Gebühren werde es Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten geben. Diese Investitionen würden massiv sein, versprach Trump.

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Quelle: AP, dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete unter anderem heute xpress am 15.07.2026 ab 09:14 Uhr.

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