"Earth Hour": Wahrzeichen für Klimaschutz eine Stunde im Dunkeln

Weltweite Aktion für mehr Klimaschutz:"Earth Hour" taucht Wahrzeichen ins Dunkel

|

Eine Stunde Dunkelheit für mehr Klimaschutz: Bei der 20. "Earth Hour" wurde weltweit erneut die Beleuchtung vieler Wahrzeichen pausiert. Auch in Berlin ging deshalb das Licht aus.

Berlin ist während des Earth Hour's zu sehen: Die Lichter des Brandenburger Tors sind aus.

Weltweit beteiligten sich auch 2026 Metropolen an der vom WWF initiierten "Earth Hour".

28.03.2026 | 0:21 min

In vielen Ländern weltweit vom Pazifik bis Europa sind am Samstagabend bekannte Wahrzeichen für eine Stunde im Dunkeln geblieben. In den USA schaltete unter anderem das Empire State Building in New York seine Beleuchtung ab. In Brasilien beteiligte sich erneut die berühmte Christusstatue in Rio de Janeiro.

Mit der weltweiten Aktion "Earth Hour", der um den Planeten ziehenden "Stunde der Erde", möchte die Umweltschutzorganisation WWF ein Zeichen für mehr Engagement im Klimaschutz setzen.

Das Brandenburger Tor wird nicht mehr beleuchtet, kurz nachdem die Lichter ausgeschaltet und die sogenannte Earth Hour in Berlin begonnen hat.

Auch am Brandenburger Tor in Berlin wurde am Samstagabend für eine Stunde das Licht ausgeschaltet.

Quelle: epa

Eiffelturm, Akropolis und Brandenburger Tor im Dunkel

Den Anfang machte am Samstag das neuseeländische Auckland um 20:30 Uhr Ortszeit mit dem Sky Tower und der Harbour Bridge. In Europa wurde unter anderem das Licht am Pariser Eiffelturm, dem Schloss Schönbrunn in Wien und der Akropolis im Zentrum Athens ausgeschaltet.

Auch eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands, das Brandenburger Tor, lag für eine Stunde im Dunkeln. Nach Angaben des WWF haben sich in Deutschland rund 500 Städte und Gemeinden sowie mehr als 400 Unternehmen an der Aktion beteiligt. Auch private Haushalte waren dazu aufgerufen, mitzumachen.

Auf der rechten Seite des Bildes zu sehen ist Host Mirko Drotschmann. Im Hintergrund zu sehen ist dürrer, ausgedrockneter Boden, mittig zu erkennen ist ein Wald in Form der BRD. Inmitten der BRD ist ein Fußabdruck sichtbar.

Vor wenigen Jahren war das Thema Klima noch allgegenwärtig. Vernachlässigt Schwarz-Rot es jetzt? Mirko Drotschmann blickt auf die Klimapolitik der Bundesregierung.

12.03.2026 | 8:33 min

Die vom WWF initiierte Klimaschutzaktion findet 2026 bereits zum 20. Mal statt. Der WWF Australien hatte die "Earth Hour" 2007 ins Leben gerufen - als Zeichen dafür, dass die Menschheit sich besser um die Erde kümmern muss. Sie begann einst als lokale Kampagne in Sydney und hat sich seither zu einer globalen Bewegung entwickelt.

WWF: Klimakrise verschwindet nicht

"Wir wissen, dass es weit mehr braucht als eine Stunde, in der wir das Licht ausschalten, um einen messbaren Einfluss auf den Klimawandel zu haben", heißt es auf der "Earth-Hour"-Webseite. Die Aktion trage aber dazu bei, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und mehr Engagement zu zeigen.

Der Klimaschutz gehöre wieder ganz oben auf die politische Agenda, sagte Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland. Aktuell gerate die Klimakrise angesichts der vielen globalen Herausforderungen immer wieder in den Hintergrund. "Dabei verschwindet sie aber nicht - im Gegenteil: Sie verschärft viele dieser Krisen zusätzlich", betonte Raddatz.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 28.03.2026 um 21:35 Uhr.

Mehr zum Klimaschutz

  1. Eine Person dreht am Thermostat einer Heizung.

    Fachleute skeptisch:Bremst das neue "Heizungsgesetz" die Wärmewende?

    von Mark Hugo
    mit Video1:37

  2. Regen fällt auf das Königsmoor im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

    Comeback der Moore?:Natürlicher Klimaschützer für Jahrtausende

    Claas Thomsen, Kiel
    mit Video3:49

  3. Blick auf den Dreiecksgiebel der Hauptfassade des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig in der Morgendämmerung.

    Bundesverwaltungsgericht:Klimaschutz: Ein Urteil als Mahnung an die Bundesregierung

    von Charlotte Greipl und Fabian Krause
    mit Video1:33

  4. Eine Windmühle in den Nationalfarben der USA und einem Banner mit der Aufschrift: "Trump 2020" in Livingston, Illinois. (Archiv)

    US-Abschied aus Klimarahmenkonvention:Trumps radikales Klima-Aus und was es bedeutet

    von Mark Hugo
    mit Video6:36