Abgrenzung zu "Gen Z regelt":Bundesschülerkonferenz plant eigene Demo in Berlin
Die Bundesschülerkonferenz plant eine eigene Demonstration in Berlin. Von "Gen Z regelt" grenzt sie sich wegen "unklarer" Organisationsstrukturen ab.
Die Initiative "Gen Z regelt" hat große Demonstrationen angemeldet. Junge Menschen sollen ihren Unmut zeigen über schlechte Lernbedingungen, die mögliche Wehrpflicht und steigende Preise.
28.10.2026 | 1:46 minNeben dem Protesttag der Initiative "Gen Z regelt" an diesem Samstag wollen weitere Gruppen eigene Aktionen für Anliegen junger Menschen starten - teilweise in Abgrenzung zu "Gen Z regelt". So hat die Bundesschülerkonferenz für den 20. November eine eigene Demonstration angekündigt.
Die Gruppe Neue Generation will an diesem Freitag mit mehrtägigen Protesten gegen die Klimapolitik der Bundesregierung beginnen, die bis Mittwoch dauern sollen.
Kirchhoff: Generation aus vielen Gründen "wütend"
Die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, Amy Kirchhoff, sagte in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv, man wolle im November in Berlin mit einem zivilgesellschaftlichen Bündnis protestieren. Teilnehmen sollen daran demnach auch Lehrer und andere Jugendbewegungen. Zugesagt hätten bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Bundeselternrat und Fridays for Future.
"Wir appellieren ganz offen an friedliche und gewaltfreie Proteste", sagt Rose Sözer von der Bundesschüler*innenkonferenz zu den geplanten Kundgebungen von "Gen Z regelt".
23.10.2026 | 3:57 minIhre Generation sei aus vielen Gründen "wütend", sagte Kirchhoff.
Da geht es um das Thema Rente und Altersvorsorge, um das Thema Arbeitsmarkt, aber auch um den Alltag in Schulen, der einfach nicht ideal läuft, wo Schulen marode und kaputt sind.
Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz
Die Bundesschülerkonferenz hatte sich am Wochenende von den geplanten Protesten der Initiative "Gen Z regelt" am 31. Oktober distanziert. Kirchhoff verwies erneut auf "unklare" Organisationsstrukturen hinter "Gen Z regelt".
"Gen Z regelt" ruft zu friedlichen Protesten auf
Die Gruppierung "Gen Z regelt" plant Demonstrationen in rund 30 Städten, bei denen junge Menschen für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht auf die Straße gehen wollen. Dabei lehnt "Gen Z regelt" Gewalt ausdrücklich ab. Bei Protesten in Frankreich und anderen europäischen Ländern war es zu Krawallen gekommen.
"Gen Z regelt!" ruft bundesweit zu Protesten für bessere Bildung und bezahlbares Leben auf. Bei "Markus Lanz" warnt Anke Rehlinger vor Vereinnahmung durch andere Gruppen.
29.10.2026 | 1:16 minEin Sprecher der bundesweiten Organisationsgruppe, der öffentlich nur unter seinem Vornamen Amadeo auftreten will, sagte:
Wir rufen dazu auf, solidarisch und friedlich gemeinsam auf die Straße zu gehen.
Amadeo, Gruppierung "Gen Z regelt"
Mit Ausschreitungen rechne er nicht: "Ich gehe davon aus, dass es entspannt wird." Er betonte jedoch, dass alles, was außerhalb der Versammlungen stattfinde, nicht in der Verantwortung von "Gen Z regelt" liege. "Viele melden das allererste Mal eine Demo an, bevor sie überhaupt auf einer Demo gewesen sind."
Auf Bundesebene bestehe das Organisationsteam aus knapp 30 Menschen. Aktuell sind laut Amadeo in ganz Deutschland 146.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.
Grünen-Chef Banaszak warnt vor einer voreiligen Kriminalisierung deutscher Gen-Z-Demonstrationen. Man müsse die Gründe für die Proteste ernst nehmen.
25.10.2026 | 5:57 minOffener Brief an Regierung: "Gen Z regelt" fordert mehr Gehör
In einem offenen Brief fordert "Gen Z regelt" von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der Bundesregierung insgesamt mehr Gehör. "Ihre Sparpolitik nimmt uns jede Hoffnung", heißt es in dem Schreiben, das bis Donnerstagnachmittag mehr als 24.000 Unterschriften hatte.
Die Verfasser zählen auf, was sie bemängeln: "Marode Schulen, zu wenig Lehrpersonal, die Klimakrise, Krieg in Europa, steigende Preise und dann noch Wehrdienst und Musterung: Das alles, ohne dass Sie uns zuhören, unsere Ängste ernst nehmen und Einwände einbeziehen." Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek, der Musiker Bela B und die Grünen-Abgeordnete Ricarda Lang.
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