Krieg in Iran: Pistorius bereit für Absicherung einer Waffenruhe

Verteidigungsminister zu Iran:"Nicht unser Krieg": Pistorius sagt Hilfe bei Waffenruhe zu

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Boris Pistorius kann sich vorstellen, eine Waffenruhe im Iran-Krieg abzusichern. Die Instabilität im Nahen Osten habe Folgen für die ganze Welt, so der Verteidigungsminister.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (l) und der japanische Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi (r), aufgenomen am 22.03.2026

Verteidigungsminister Pistorius hat bei Gesprächen mit seinem japanischen Amtskollegen Koizumi für verstärkte militärische Zusammenarbeit geworben. Nächste Stationen sind Singapur und Australien.

22.03.2026 | 0:21 min

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Krieg in Iran in Aussicht gestellt. "Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar", warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.

Nötig sei eine diplomatische Lösung "so schnell wie möglich", sagte Pistorius in Australien. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. "Wir sind vorher nicht konsultiert worden", so Pistorius. "Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen".

Zu sehen ist Boris Pistorius bei seiner Asien-Reise. Er trägt einen Anzug.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist momentan in Singapur zu Besuch. Neben einem Besuch im Stadtteil Katong unterschrieb Pistorius auch einen Deal für die Wartung deutscher U-Boote.

24.03.2026 | 1:00 min

Kritik am Vorgehen der USA: "Es gibt keine Strategie"

Er kritisierte das Vorgehen der USA kurz darauf im National Press Club Australiens auch grundsätzlich: "Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel - und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie." Vielmehr habe die Instabilität in der Nahost-Region Auswirkungen auf die gesamte Welt, so Pistorius.

Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern.

Verteidigungsminister Boris Pistorius

Die Bundesregierung sei bereit, nach einer Einigung auf einen Waffenstillstand diesen zu schützen. Auch könne über eine Beteiligung Deutschlands an einem Einsatz zum Schutz der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus gesprochen werden.

Präsident Donald Trump

Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Unterdessen gehen die gegenseitigen Angriffe in der Region unvermindert weiter.

25.03.2026 | 3:00 min

Geplantes Abkommen zwischen Deutschland und Australien

Pistorius und sein australischer Kollege Marles vereinbarten zudem, die Stationierung der Truppen des jeweils anderen Landes zu vereinfachen und bei der Verteidigung im Weltraum zusammenzuarbeiten. Marles sagte, Berlin und Canberra würden ein Abkommen unterzeichnen, das es "für unsere Streitkräfte deutlich einfacher machen wird, vom Gebiet des jeweils anderen Landes aus zu operieren".

Australien wird sich zudem dem Plan der Bundesregierung zum Aufbau eines "Frühwarnsystems für den Weltraum" anschließen, wie Pistorius sagte. Das Vorhaben sei eine Reaktion auf die wachsenden Fähigkeiten Russlands und Chinas, Satelliten zu blenden und zu zerstören.

Deutschland beabsichtige, ein "unabhängiges globales Netzwerk von Überwachungssensoren" einzusetzen, um seine Systeme zu schützen, fügte der Bundesverteidigungsminister hinzu. Pistorius befindet sich zur Zeit auf einer Reise im Indo-Pazifik. Zuvor in dieser Woche hatte er bereits Japan und Singapur besucht.

Quelle: dpa; AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung heuteXpress unter dem Titel "Boris Pistorius reist nach Asien" am 21.03.2026 um 17:13 Uhr. Ebenfalls um den Iran-Krieg ging es am 26.03.2026 im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF ab 5:30 Uhr.

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