FDP-Vize Kubicki peilt Deutschlandkoalition an

FDP-Vize für Schwarz-Rot-Gelb:Kubicki peilt Deutschlandkoalition an

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Scholz, Mützenich, Esken und Klingbeil weg - dann kann FDP-Vize Kubicki sich eine Koalition mit Union und SPD vorstellen. Dabei ist unklar, ob die FDP die Fünf-Prozent-Hürde schafft.

Wolfgang Kubicki (FDP), Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl, spricht bei der Landesvertreterversammlung der FDP zur Bundestagswahl 2025 im Congress Center der Holstenhallen.

Kann es sich mit Union und SPD vorstellen: Wolfgang Kubicki

Quelle: dpa

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki zeigt sich offen für eine Deutschlandkoalition aus Union, SPD und FDP nach der Bundestagswahl am 23. Februar. "Ich könnte mir nach der Wahl auch eine Deutschlandkoalition vorstellen", sagte Kubicki dem Magazin "Stern".

"Wenn die SPD mit Scholz unter 20 Prozent landet, wovon man ja ausgehen muss, dann sind all die Charakternasen von heute weg. Dann wird es Olaf Scholz nicht mehr geben, keinen Rolf Mützenich, keine Saskia Esken und keinen Lars Klingbeil." Dann könne so ein Bündnis funktionieren. "Es gibt in der SPD immer noch viele, die das Godesberger Programm im Kopf haben, die an Aufstieg glauben, an wirtschaftliches Wachstum und nicht nur über Gendertoiletten diskutieren wollen."

Grüne und FDP? "Politisch passt das nicht"

Kategorisch schloss Kubicki für die FDP jegliche Regierungszusammenarbeit mit den Grünen in den kommenden vier Jahren aus. Das Menschenbild sei "einfach zu unterschiedlich".

"Wir glauben, dass Menschen eigenverantwortlich ihr Leben gestalten können. Die Grünen glauben, dass Menschen beschützt werden müssen. Politisch passt das nicht."

Ich werde einer Zusammenarbeit mit den Grünen in der nächsten Legislatur auf keinen Fall zustimmen.

Wolfgang Kubicki, stellvertretender FDP-Vorsitzender

Kubicki optimistisch: "Wir werden zweistellig"

Kubicki rechnet in den kommenden Wochen mit einem klaren Aufwärtstrend seiner Partei. "Wir werden zweistellig", sagte er. "Ich mache sicher meinen 40. Wahlkampf, ich weiß, dass die Stimmung jederzeit dramatisch kippen kann."

Mit dem Beginn des neuen Jahres würden sich die Menschen neu sortieren. "Das alte ist vergangen, es wird abgehakt, sie konzentrieren sich auf das, was kommt."

Im ZDF-Politbarometer lag die FDP zuletzt bei drei Prozent - sie wäre damit überhaupt nicht mehr im Bundestag vertreten.

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Quelle: Reuters, dpa

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