Grünen-Fraktionschefin:Katharina Dröge hält Grün-Rot-Rot im Bund für möglich
Seit den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird über Bündnisse von Linken, SPD und Grünen diskutiert. Grünen-Fraktionschefin Dröge hält ein Bündnis für eine Option.
Für Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge ist ein Bündnis mit SPD und Linken zumindest eine Option.
Quelle: dpa / Christoph SöderIst ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linken nach der nächsten Bundestagswahl vorstellbar? Für die Co-Chefin der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, ist es zumindest eine Option.
"Grün-Rot-Rot wäre sich in vielen sozialen Fragen und hoffentlich auch beim Klimaschutz einig", sagte sie in einem Interview mit der "Zeit".
Wir könnten hier viel hinbekommen, und ein großer Teil des Landes würde sagen: Cool, endlich tut sich was.
Katharina Dröge, Grünen-Fraktionschefin
Enteignungspläne und Antisemitismusvorwürfe: Die Linke steht trotz ihres Wahlsiegs in Berlin in der Kritik wie nie. Wie das die Regierungsbildung erschweren dürfte.
01.10.2026 | 13:07 minDröge: Gesellschaftliche Mehrheiten bei Vermögenssteuer und hohen Mieten
Es gebe "große gesellschaftliche Mehrheiten" für "soziale Themen wie die gerechte Besteuerung extrem hoher Vermögen, Regulierung für bezahlbare Mieten oder den Kampf gegen Kinderarmut", sagte Dröge.
Die Mitte tickt eigentlich links.
Katharina Dröge, Grünen-Fraktionschefin
Doch nicht nur ein Linksbündnis kommt für Dröge infrage. Wichtig sei es vor allem, eine Alternative zur sogenannten Kenia-Koalition zu schaffen, also einem Bündnis aus Union, SPD und Grünen. "Wenn Union und SPD gemeinsam regieren, verwalten sie doch nur den Stillstand." Es sei für die Grünen "überhaupt nicht attraktiv, Teil dieser gescheiterten Koalition zu werden", so Dröge weiter. "Nur Schwarz-Grün oder Grün-Rot-Rot wären Regierungen mit einer eigenen Aufbruchserzählung."
In Berlin setzen Linke, Grüne und SPD ihre Vorgespräche fort.
03.10.2026 | 0:18 minLinke, Grüne und SPD sprechen in Berlin
Die Grünen lagen im letzten ZDF-Politbarometer bei 14 Prozent, SPD und Linke kamen auf ähnliche Werte. Rechnerisch hätte die Linkskoalition also noch keine Mehrheit.
Auf Landesebene gab es derweil am Wochenende in Berlin Fortschritte hin zu einer möglichen Dreierkoalition unter Führung der Linken. Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD verständigten sich am Samstag bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg", wie aus einer gleichlautenden Erklärung hervorging, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. Neben einer rot-grün-roten Koalition hätte auch ein Bündnis der zweitplatzierten CDU mit Grünen und SPD eine Mehrheit.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern haben erste Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und Linken begonnen.
Gut eine Woche nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben erste Sondierungsgespräche begonnen. Die SPD spricht zunächst mit den Linken als bisherigem Regierungspartner.
28.09.2026 | 0:22 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
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