Iran-Krieg: Dobrindt sieht derzeit keine erhöhte Bedrohungslage

Iran-Krieg:Dobrindt sieht derzeit keine erhöhte Bedrohungslage

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Trotz des Iran-Kriegs hat sich die Sicherheitslage in Deutschland laut Innenminister Dobrindt nicht wesentlich verändert. Es gebe - wie bereits zuvor - eine "abstrakte Bedrohung".

Dobrindt Sicherheitsrisiko Nahost-Krieg

"Zum heutigen Tag sehen wir nichts, was eine zusätzliche neue Gefährdungslage für Deutschland bedeuten würde", sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Krieg im Nahen Osten.

04.03.2026 | 4:47 min

Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten sieht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt derzeit keine konkrete Zuspitzung der Sicherheitslage in Deutschland.

Im ZDF-Morgenmagazin betonte der CSU-Politiker, es gebe "keine deutliche Veränderung" und derzeit keine erkennbaren konkreten Anschlagspläne. Die Bedrohungslage bleibe auf einem "abstrakt hohen" Niveau - so wie bereits zuvor.

Sehen Sie das ganze Interview oben im Video oder lesen Sie es hier in Auszügen: Das sagte der Innenminister ...

... zu Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Einrichtungen

Im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen laut Dobrindt besonders gefährdete Objekte. Dazu zählen amerikanische sowie jüdische und israelische Einrichtungen in Deutschland. Hier seien die Schutzmaßnahmen bereits erhöht worden.

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Israel startet neue Angriffe auf Ziele im Iran, Teheran feuert zurück – auch in der Golfregion. Der Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon hält an.

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Auch das Demonstrationsgeschehen werde genau beobachtet. Nach aktuellem Stand verliefen die Kundgebungen ruhig. Darüber hinaus nehme man mögliche Gefährdungen aus dem Ausland in den Blick.

Ein weiteres zentrales Feld sei der Cyberbereich. Doch auch hier gebe es derzeit keine Hinweise auf eine zusätzliche neue Gefährdung.

... zur Abstimmung mit internationalen Partnern

Die Sicherheitsbehörden erstellen nach Angaben des Ministers tägliche Lagebilder. Diese würden durch Erkenntnisse aus dem Ausland ergänzt. Die Nachrichtendienste arbeiteten in einem engen Verbund zusammen.

 "Die Lage kann sich aber jeden Tag natürlich verändern", betonte Dobrindt.

Aber zum heutigen Tag sehen wir nichts, was eine zusätzliche neue Gefährdungslage für Deutschland bedeuten würde.

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister

doppelschalt-moma

Der Iran führe "in erster Linie einen Vergeltungskrieg", sagt ZDF-Reporterin Isabelle Tümena. Israel habe "weitere Soldaten in den Südlibanon geschickt", so ZDF-Reporter Torge Bode.

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... zu möglichen neuen Fluchtbewegungen

Auch mögliche Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten würden von den Sicherheitsbehörden beobachtet, sagte Dobrindt im ZDF. Derzeit sei aber nicht zu erkennen, dass Deutschland ein betroffenes Zielland sei. "Momentan sehen wir eher, dass die Fluchtbewegungen gehemmt werden." Sollte sich der Konflikt länger hinziehen, könne sich diese Einschätzung aber verändern.

Die USA und Israel hatten am Samstag mit massiven Luftangriffe auf Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel, mehreren Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Quelle: ZDF
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen. Zuletzt das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 04.03.2026.

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