Wachsender Druck von politischen Rändern:Parteitag in München: CSU übt die Abgrenzung
In München berät die CSU über ihren politischen Kurs. Im Mittelpunkt dürfte vor allem die Abgrenzung zu den politischen Rändern stehen - der Bundesparteitag hier im Livestream.
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23.10.2026Die CSU kommt zu ihrem Parteitag zusammen. Als Reaktion auf den wachsenden Druck von den politischen Rändern dürfte es in der Messe München vor allem um die demonstrative Abgrenzung von AfD und Linkspartei gehen. "Wir grenzen uns entschieden von allen ab, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpfen, Menschen nach Herkunft oder Glauben einteilen und das Vertrauen in unsere Institutionen zerstören wollen", heißt es im Entwurf des dreiseitigen Leitantrages, den der Parteitag beschließen soll. Das Papier, das den Titel "Demokratie schützen. Freiheit verteidigen. Zukunft gestalten" hat, lag der Deutschen Presse-Agentur in München vor.
Söder hält Rede
Eröffnet wird der Parteitag um 16 Uhr von CSU-Generalsekretär Martin Huber. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält um 16:30 Uhr eine Grundsatzrede.
Bereits bei der Jungen Union forderte CSU-Chef Söder, die versprochenen Reformen sofort umzusetzen. Er warnte vor der AfD und einem Linksbündnis in Berlin und verlangte eine Brandmauer nach links.
18.10.2026 | 1:35 minHuber hatte bereits vor wenigen Tagen nach einer Sitzung des Parteivorstands in München klargemacht: "Unsere Antwort auf die Extremisten ist eine Politik, die den Bürgerinnen und Bürgern Antworten auf ihre Anliegen liefert, die Recht durchsetzt und nachvollziehbare und gerechte Entscheidungen trifft." Mit dem Leitantrag, "in dem es darum geht, das Aufstiegs- und Wohlstandsversprechen nochmal zu erneuern", will die Partei auch eine Antwort auf das Erstarken der politischen Ränder geben. Die CSU sei patriotisch, die AfD sei das Gegenteil davon, weil sie dem Land schade, sagte der Generalsekretär.
Fokus auch auf möglicher künftiger Bundespräsidentin
Ein weiteres Augenmerk dürfte auf Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner liegen. Die CSU will Aigner als nächste Bundespräsidentin - auch wenn es keine formelle Nominierung geben wird, dürfte die 61-Jährige in München als das kommende deutsche Staatsoberhaupt inszeniert werden.
Der Abschluss des Parteitages ist am Samstag. Dann wird unter anderem eine Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet.
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