Ausfuhren nach Israel:Rüstungsexporte: Palästinenser scheitert in Karlsruhe
Karlsruhe hat die Beschwerde eines Palästinensers gegen deutsche Rüstungsexporte nach Israel abgelehnt. Der Mann wollte gegen den Export von Panzer-Ersatzteilen vorgehen.
Ein Palästinenser ist mit einer Beschwerde über den Rüstungsexport nach Israel gescheitert. Er hatte mit einer Schutzpflicht Deutschlands für Menschen im Gazastreifen argumentiert.
12.02.2026 | 0:17 minEin Palästinenser ist am Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch gescheitert, gegen behördliche Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Israel vorzugehen. Wie das Gericht mitteilte, nahm die zuständige Kammer seine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an.
Zu einer inhaltlichen Entscheidung über mögliche Schutzpflichten Deutschlands für Menschen im Gazastreifen kam es daher nicht.
Rüstungslieferungen für Israel: Palästinenser wandte sich an Karlsruhe
Ein Palästinenser aus dem Gazastreifen hatte sich an Karlsruhe gewandt, nachdem Verwaltungsgerichte in Hessen seine Eilanträge zurückgewiesen hatten. Konkret geht es um Ersatzteile für Panzer.
Seit Anfang Februar ist der Grenzübergang in Rafah geöffnet. Ein Notfallsanitäter berichtet exklusiv von den Krankentransporten. ZDFheute live analysiert, was die Grenzöffnung für den Frieden bedeutet.
03.02.2026 | 31:26 minIn Karlsruhe wurde der Palästinenser von der Menschenrechtsorganisation ECCHR unterstützt. Im Juli 2025 entschied das Gericht, dass Deutschland in bestimmten Fällen auch Ausländer im Ausland schützen muss.
Voraussetzung ist erstens ein ausreichender Bezug zur deutschen Staatsgewalt. Zweitens muss die ernsthafte Gefahr bestehen, dass das Völkerrecht systematisch verletzt wird.
Deutschland setzte einige Rüstungsexporte nach Israel zeitweise aus
Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel hatte Deutschland seine Rüstungsexporte an das Land zunächst erheblich gesteigert.
Israel plant, Ärzte ohne Grenzen Ende Februar aus Gaza auszuweisen. "Ich kann mir schwer vorstellen, wie die Menschen überleben sollen", so Lara Dovifat von Ärzte ohne Grenzen.
02.02.2026 | 5:02 minIm Zuge des Gegenangriffs auf den Gazastreifen entschied die Bundesregierung dann im Sommer 2025, keine Ausfuhren von Rüstungsgütern nach Israel mehr zu genehmigen, die im Gaza-Krieg verwendet werden können. Das geschah vor dem Hintergrund des zunehmend aggressiven Vorgehens der israelischen Streitkräfte und der humanitären Lage in Gaza.
Inzwischen ist das Teil-Embargo wieder aufgehoben. Im Gaza-Krieg gilt seit dem 10. Oktober eine Waffenruhe.
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