Bundestagswahl in Zahlen - Nützliches Wahlwissen

Wahlberechtigte, Mandate:Nützliches Wahlwissen: Bundestagswahl in Zahlen

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Es ist Wahltag, die Wahllokale sind seit 8:00 Uhr geöffnet. Der vorgezogene Wahltermin bringt einige Änderungen mit sich. Zahlen und Fakten zur Bundestagswahl 2025.

Wenn heute in Deutschland zwischen 8:00 und 18:00 Uhr - so lange sind die Wahllokale geöffnet - gewählt wird, gibt es einige Unterschiede zur letzten Bundestagswahl im Jahr 2021. Es gibt weniger teilnehmende Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten. Wegen einer Wahlrechtsreform wird der Bundestag nun erstmals auch wieder kleiner. Ein Überblick:

59,2 Millionen Wahlberechtigte

Laut Statistischem Bundesamt sind 59,2 Millionen Menschen wahlberechtigt - rund 1,2 Millionen weniger als 2021. Darunter sind 2,3 Millionen junge Menschen, die erstmals ihre Stimme abgeben können. Hinzu kommen noch die deutschen Wahlberechtigten im Ausland, deren genaue Zahl unklar ist.

630 Bundestagsmandate

Der 21. Bundestag wird mehr als hundert Abgeordnete weniger haben. Derzeit sind es noch 733. Durch eine Wahlrechtsreform wird ihre Zahl nun auf maximal 630 beschränkt.

29 Parteien

An der Bundestagswahl nehmen 29 Parteien teil. Das sind deutlich weniger als bei der Wahl 2021, als 47 Parteien zugelassen waren. Der Rückgang dürfte auch an den kürzeren Vorlaufzeiten wegen der vorgezogenen Wahl liegen - kleinere Parteien hatten damit weniger Zeit, Kandidatinnen und Kandidaten zu finden und für die Zulassung nötige Unterschriften zu sammeln.

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In allen 16 Bundesländern sind dieses Mal SPD, Grüne, FDP, AfD, Die Linke, Freie Wähler, Volt, Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), Bündnis Deutschland und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit Landeslisten vertreten. Die CDU tritt überall außer in Bayern an, die CSU wiederum nur in Bayern. Alle anderen Parteien stehen nicht in allen Ländern auf den Stimmzetteln.

4.506 Kandidatinnen und Kandidaten

Auch die Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien liegt mit 4.506 deutlich unter der Wahl von 2021. Damals gab es 6.211. Unter den aktuellen Bewerberinnen und Bewerbern auf ein Mandat sind 1.422 Frauen (32 Prozent).

2021 hatte der Frauenanteil mit 33 Prozent leicht höher gelegen - das war der bisherige Rekord. Die Zahl der parteilosen Einzelkandidatinnen und -kandidaten sank auf 62. Vor gut drei Jahren waren es noch 197.

299 Wahlkreise

Zur Bundestagswahl ist Deutschland in 299 Wahlkreise aufgeteilt. Sie können einzelne oder mehrere Landkreise, Städte oder Gemeinden oder auch Teile davon umfassen. Die Wahlkreiskandidaten werden mit der Erststimme gewählt, die Zweitstimme ist für die jeweilige Landesliste der Parteien. 

In allen Wahlkreisen treten Kandidierende von SPD, CDU/CSU und FDP an. Grüne und Linke sind jeweils in 297 Wahlkreisen vertreten, die AfD in 295 Wahlkreisen.

675.000 Wahlhelfer und Wahlhelferinnen

Bei der Wahl werden voraussichtlich rund 675.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz sein. Sie tun Dienst in rund 90.000 Urnen- und Briefwahlbezirken. Insgesamt gibt es rund 65.000 Wahllokale.

Fünf Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten

Noch nie gab es so viele Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten. Für die Union geht Friedrich Merz (CDU) ins Rennen, für die SPD Amtsinhaber Olaf Scholz und für die Grünen Robert Habeck. Die AfD hat Alice Weidel aufgestellt. Auch Sahra Wagenknecht vom BSW firmiert als Kanzlerkandidatin.

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05.02.2025 | 1:14 min

Das liegt auch daran, dass kleinere Parteien befürchten, ohne diesen Titel weniger Aufmerksamkeit in den Medien zu bekommen. Bei der FDP blieb Parteichef Christian Lindner dagegen bei der Bezeichnung "Spitzenkandidat". Die Linke tritt mit einem "Spitzenduo" aus Heidi Reichinnek und Jan van Aken an.

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Quelle: dpa

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Quelle: AFP, dpa

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