Nahe des Kraftwerks Jänschwalde:Brandenburg: Sprengvorrichtungen an Umspannwerk gefunden
An einem Umspannwerk nahe dem Kraftwerk Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen entdeckt worden. Der Betreiber vermutet einen Anschlag. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.
Die Polizei ist mit Entschärfern vor Ort (Symbolfoto).
Quelle: picture alliance / Sven SimonNach dem Fund von Sprengvorrichtungen an einem Umspannwerk in Brandenburg geht das Energieunternehmen Leag von einem Anschlag aus. Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden, "über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50 Hertz eingespeist wird", teilte ein Sprecher mit.
"In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk." Ein Zusammenhang werde geprüft. Das Unternehmen ist den Angaben zufolge in Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz und arbeitet parallel zur Schadensbehebung in Preilack an der Wiederinbetriebnahme von Block B.
Polizei spricht von "unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen"
Es handelt sich laut Polizei um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunächst nicht. "Spuren werden gesichert", sagte eine Sprecherin. "Entschärfer sind vor Ort." Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Polizei nehme den Vorfall "sehr ernst".
Die Sprecherin widersprach vorherigen Berichten über den Einsatz von Raketen. "Wir reden hier nicht von Raketen", erklärte sie.
Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine" unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreise berichtet, Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft.
Über Umspannwerk Preilack wird Strom überregional und regional verteilt
In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.
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