Kreise berichten von Einigung:Berlin: Rot-Grün-Rot wohl vor Sondierungen
In Berlin ist offenbar der Weg für Sondierungsgespräche für Rot-Grün-Rot frei. Laut Verhandlungskreisen soll es ein Handlungspaket für den Fall antisemitischer Vorfälle geben.
Berlin steht offenbar vor Sondierungsgesprächen von Rot-Grün-Rot. (Symbolbild)
Quelle: IMAGO / Hanno BodeZweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus dürfte der Weg für rot-grün-rote Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung frei sein. Linke, Grüne und SPD verständigten sich nach übereinstimmenden Medienberichten auf ein Handlungspaket, das im Fall antisemitischer Vorfälle greifen soll, und räumten damit ein zentrales Hindernis für den Beginn von Sondierungen beiseite.
Die Spitzen der drei Parteien wollen noch am Donnerstag offiziell darüber informieren, wie es aus Verhandlungskreisen hieß. Zuletzt hatten sich Spitzenpolitiker der drei Parteien bereits dreimal zu mehrstündigen sogenannten Vorgesprächen dazu getroffen. Am Vormittag war ein viertes Treffen anberaumt.
Enteignungspläne und Antisemitismusvorwürfe: Die Linke steht trotz ihres Wahlsiegs in Berlin in der Kritik wie nie. Wie das die Regierungsbildung erschweren dürfte.
01.10.2026 | 13:07 minLinke strebt Bündnis mit Grünen und SPD an
Die Linke gewann die Abgeordnetenhauswahl am 20. September klar. Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte anschließend an, eine Regierung mit Grünen und SPD anzustreben. Als Alternative hätte auch ein Bündnis der zweitplatzierten CDU mit Grünen und SPD eine Mehrheit.
In einem sogenannten Berliner Appell forderten frühere Spitzenpolitiker von Grünen und SPD, diese Alternative zu prüfen.
Die Berliner Linke machte Ende September den Weg frei für Sondierungen mit Grünen und SPD. Doch Streit über Antisemitismus und Enteignungen belastet die Gespräche mit möglichen Partnern.
25.09.2026 | 2:30 minAntisemitismus: Grüne und SPD forderten klare Absprachen
Grüne und SPD bestanden vor der Aufnahme von Sondierungen auf verbindlichen Absprachen und Mechanismen vor allem zum Thema Antisemitismus. Geklärt werden sollte nicht zuletzt, wie die Linke mit künftigen möglichen antisemitischen Vorfällen in ihren Reihen umgeht und welche Konsequenzen das innerhalb einer möglichen Koalition hätte. Teile der Berliner Linken stehen wegen ihrer Positionen zu Israel und Palästina und zum Antisemitismus immer wieder in der Kritik.
Für Wirbel hatte unter anderem eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September gesorgt, bei der ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans sowie ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend waren. Er soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist.
Grünen-Co-Chef Banaszak forderte am Mittwochabend ein klares Vorgehen der Linken bei Fällen von Antisemitismus.
08.10.2026 | 75:49 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
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