Trump ein Jahr im Amt: Amnesty warnt vor Menschenrechtsabbau

Erstes Jahr in zweiter Amtszeit:Trump regiert ein Jahr: Amnesty sieht Menschenrechte bedroht

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Amnesty International sieht die Grundrechte in den USA in Gefahr. Die Menschenrechtsorganisation prangert autoritäre Regierungspraktiken und die Erosion der Rechtsstaatlichkeit an.

Ein Demonstrant wird am 13.01026, in Minneapolis in der Nähe des Tatorts, an dem Renee Good letzte Woche von einem ICE-Beamten erschossen wurde

Amnesty zeigt sich auch über Trumps Vorgehen in der Migrationspolitik alarmiert. (Archivbild)

Quelle: AP

Amnesty International prangert eine Zunahme autoritärer Regierungspraktiken und eine Erosion der Rechtsstaatlichkeit in den USA im ersten Jahr von Donald Trumps zweiter Amtszeit an.

Innenpolitisch seien Grundrechte in Gefahr, außenpolitisch habe der US-Präsident das System der internationalen Zusammenarbeit gezielt geschwächt, heißt es in dem Amnesty-Bericht mit dem Titel "Ringing the Alarm Bells. Rising Authoritarian Practices and Erosion of Human Rights". Die Bilanz der Menschenrechtsorganisation im Überblick:

Nach Amtseinführung Trump

Ein Jahr nach Beginn seiner zweiten Amtszeit hält Donald Trump Europa und die Welt in Atem. Die internationale, regelbasierte Ordnung gerät ins Wanken, auch die US-Demokratie steht unter Druck.

20.01.2026 | 2:42 min

Amnesty: Gezielter Angriff auf Menschenrechte durch Trump-Regierung

Julia Duchrow, die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, erklärte:

Die Vielzahl menschenrechtsfeindlicher Maßnahmen durch die Trump-Regierung macht deutlich, dass wir es mit einem systematischen und gezielten Angriff auf Menschenrechte zu tun haben.

Julia Duchrow, Amnesty International Deutschland

Grönland

US-Präsident Trump hat Strafzölle in Höhe von 10 Prozent ab 1. Februar für die Länder angekündigt, die sich gegen seine geplante Übernahme von Grönland stellen. Wie reagiert Deutschland?

19.01.2026 | 2:47 min

Amnesty: Migranten verantwortlich gemacht, um Machtmissbrauch zu rechtfertigen

Im vergangenen Jahr habe sich in den USA "an zwei Fronten" Bedrohliches gezeigt. Der Raum für die Zivilgesellschaft werde kleiner durch Missachtung rechtlicher Normen und die Einschüchterung von Universitäten und Medien, bilanziert Amnesty. Zugleich seien Anwälte und Gerichte eingeschüchtert worden.

In klassischer autoritärer Manier habe die Regierung von Trump Flüchtlinge und Migranten verantwortlich gemacht, um Machtmissbrauch zu rechtfertigen und Grausamkeit zu normalisieren. Amnesty kritisiert die Abschiebung von Menschen in Drittstaaten, in denen diese niemals gelebt haben.

US-Präsident Trump spricht am Mikrofon vor mehreren USA-Flaggen und zeigt mit dem Zeigefinger an der Kamera vorbei.

US-Präsident Trump plant einen "Friedensrat", offenbar in Konkurrenz zu den UN. Eine Mitgliedschaft in dem Rat, der weltweit Konflikte lösen soll, kostet eine Milliarde Dollar.

19.01.2026 | 0:33 min

Warnung vor beschleunigtem Ausbau von Überwachungstechnologie unter Trump

Zudem warnt die Menschenrechtsorganisation vor dem beschleunigten Ausbau von Überwachungstechnologie. Programme der US-Datenunternehmen Babel Street und Palantir lieferten den Behörden Kapazitäten zur Überwachung und Auswertung. Trumps Maßnahmen geschähen "in einer Zeit, in der wir weltweit ein Erstarken autoritärer Regierungen beobachten", sagte Duchrow.

Trump hatte am 20. Januar 2025 den Amtseid für seine zweite Amtszeit abgelegt. Seine erste Amtsperiode fiel auf die Jahre 2017 bis 2021.

Quelle: epd
Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 20.01.2026 ab 05:30 Uhr.

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