USA: Richterin schränkt Rechte von ICE-Beamten in Minnesota ein

Nach tödlichen Schüssen auf Renee Good:Minnesota: Richterin schränkt Rechte von ICE-Beamten ein

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ICE-Beamte dürfen in Minnesota in den USA keine friedlichen Demonstranten festnehmen oder mit Tränengas vertreiben, so eine Richterin. Zuletzt wuchs die Kritik an der Behörde ICE.

Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde nehmen einen Demonstranten vor dem Bishop Henry Whipple Federal Building fest.

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, in Minneapolis das Militär gegen die Proteste einzusetzen. Hintergrund ist der Tod von Renee Good durch einen ICE-Beamten vor rund einer Woche.

16.01.2026 | 1:29 min

Angesichts der angespannten Lage wegen des Einsatzes der US-Einwanderungspolizei ICE im Bundesstaat Minnesota in den USA hat eine Bundesrichterin die Befugnisse der dortigen ICE-Beamten eingeschränkt.

Richterin: ICE darf keine friedlichen Demonstranten festnehmen

Friedliche Protestierende dürften nicht festgenommen oder mit Pfefferspray vertrieben werden, erklärte Bundesrichterin Katherine Menendez in ihrer am Freitag (Ortszeit) ergangenen 83-seitigen Anordnung.

Das Urteil gelte auch für Bürger, die Einsätze der Agenten nur beobachteten. Festnahmen von Autofahrern oder Fahrzeuginsassen seien ebenfalls nicht zulässig, wenn es keinen begründeten Verdacht gebe, dass diese die Bundesbeamten behinderten oder störten. Sie gab dem US-Heimatschutzministerium 72 Stunden Zeit für die Umsetzung.

ICE-Beamte töteten unbewaffnete Mutter in Minneapolis

Die Proteste gegen die Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump und die Einwanderungspolizei ICE hatten sich ausgeweitet, nachdem ein ICE-Polizist am Mittwoch der vergangenen Woche die unbewaffnete Mutter Renee Nicole Good in ihrem Auto mit mehreren Schüssen getötet hatte.

Demonstranten in Minnesota protestieren wegen der Erschießung von Renee Good durch das ICE

Nach den tödlichen Schüssen eines ICE-Agenten auf eine Frau in Minneapolis trauert die Stadt. Proteste gegen die Einwanderungsbehörde eskalieren, Wut und Fassungslosigkeit wachsen.

10.01.2026 | 2:38 min

Die Trump-Regierung stellt Good als "inländische Terroristin" dar, die von dem Polizisten aus Notwehr getötet worden sei, nachdem sie ihn "überfahren" habe. Videoaufnahmen zeigen aber, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten wegsteuerte.

Eine Woche nach dem Tod von Good schoss ein ICE-Beamter in Minneapolis einem Venezolaner ins Bein. Der Bundesbeamte habe den "defensiven" Schuss abgegeben, "um sein Leben zu verteidigen", nachdem ein "illegaler Einwanderer aus Venezuela" sich der Festnahme widersetzt habe, erklärte das US-Heimatschutzministerium dazu.

Trump droht mit Einsatz des Militärs

Am Donnerstag drohte Trump damit, wegen der Proteste im Bundesstaat Minnesota und der Stadt Minneapolis, die beide von Demokraten regiert werden, das Aufstandsgesetz (Insurrection Act) zu nutzen.

"Wenn die korrupten Politiker von Minnesota nicht das Gesetz befolgen und die professionellen Aufwiegler und Aufrührer daran hindern, die ICE-Patrioten anzugreifen, die nur versuchen, ihre Arbeit zu tun, werde ich den Insurrection Act verhängen, wie viele Präsidenten vor mir", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

Am Freitag erklärte er dann vor der Veröffentlichung der Entscheidung von Bundesrichterin Menendez, er sehe "im Moment" keine Notwendigkeit für die Nutzung des Insurrection Act. Das Aufstandsgesetz von 1807 befugt den US-Präsidenten, das Militär im Inland einzusetzen, um "bewaffnete Rebellionen" oder "innere Gewalt" zu unterdrücken.

Quelle: AFP, AP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt in den heute-Nachrichten am 16.01.2026 um 19 Uhr.

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  1. Tränengas wird gegen Demonstranten eingesetzt, nachdem es in der Nähe des Ortes, wo Renee Nicole Good von einem ICE‑Beamten erschossen wurde, zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Bundesbeamten kommt.
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