Einfuhren aus der EU:Trump: Zölle auf Autos und Lkw sollen auf 25 Prozent steigen
US-Präsident Donald Trump will Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der Europäischen Union in die USA eingeführt werden, ab nächster Woche auf 25 Prozent erhöhen.
Es sei bekannt und vereinbart, dass keine Zölle anfielen, wenn die Fahrzeuge in US-amerikanischen Werken hergestellt würden, teilt Trump mit.
Quelle: action pressUS-Präsident Donald Trump will eigenen Angaben zufolge die Zölle auf Autos und Lkw aus der EU erhöhen. "Da die Europäische Union unser vereinbartes Handelsabkommen nicht einhält, werde ich in der kommenden Woche die Zölle für aus der Europäischen Union in die USA eingeführte Pkw und Lkw erhöhen", schrieb Trump an diesem Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Der Zollsatz wird auf 25 Prozent angehoben.
Donald Trump, US-Präsident
Es war zunächst unklar, auf welche Punkte sich Trump mit seiner Aussage bezog, die EU halte das Handelsabkommen nicht ein.
Seit Trumps Zollpolitik geraten Exporte spürbar unter Druck. US-Zölle treiben Maschinenpreise nach oben. Hersteller berichten von Unsicherheit, weniger Aufträgen und wachsender Bürokratie.
30.03.2026 | 3:33 minEU-Autoexporte in die USA: Abkommen sieht 15 Prozent vor
Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch für europäische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.
Die EU verpflichtete sich dabei, ihre Zölle auf alle US-Industriegüter abzuschaffen und einen bevorzugten Marktzugang für eine Vielzahl von US-Meeresfrüchten und Agrarerzeugnissen wie Milchprodukten, Schweinefleisch oder Sojaöl zu gewähren.
Der von US-Präsident Trump angekündigte globale Zoll von 15 Prozent sorgt für Verunsicherung in der EU. Die will nun das Handelsabkommen mit den USA vorerst aussetzen.
23.02.2026 | 1:37 minEU-Parlament will Abkommen an Bedingungen knüpfen
Weitere Zolldrohungen Trumps im Konflikt um Grönland und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst.
Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.
Nach der Entscheidung des Obersten Gerichts hat US-Präsident Donald Trump einen neuen globalen Zoll von 15 Prozent angekündigt. ZDF-Korrespondentin Claudia Bates berichtet.
21.02.2026 | 1:54 minTrump: Ausnahme für in den USA produzierte Fabrikate
Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben ausgenommen. Der US-Präsident will dadurch Autobauer auf der ganzen Welt dazu bewegen, trotz höherer Herstellungskosten mehr in den USA zu produzieren.
Derzeit befänden sich "zahlreiche" Produktionsstätten im Bau, das Investitionsvolumen liege bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar (knapp 85,5 Mrd. Euro), schreibt er in seinem Post.
Spaniens Ministerpräsident Sánchez hat Kritik am Vorgehen der USA im Iran-Krieg geäußert und damit den Zorn des US-Präsidenten auf sich gezogen, der damit droht, Spanien aus der Nato zu werfen.
30.04.2026 | 2:05 minIran-Krieg belastet transatlantische Beziehung
Das Verhältnis zwischen den USA und den europäischen Ländern war zuletzt angespannt. In den vergangenen Tagen war Trump etwa Bundeskanzler Friedrich Merz mehrfach verbal angegangen, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen Iran geäußert hatte.
Kurz danach drohte er mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland. Wenig später stellte Trump entsprechende Überlegungen auch für Italien und Spanien in Aussicht. Der US-Präsident kritisiert seit geraumer Zeit die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung der Europäer bei seinem Krieg gegen Iran.
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